Google
PlanetVienna Web


 
 Hotels in Wien

 
 
   Über Planet-Vienna
   
   Home
   Historia
   Geographie
      Die Bezirke
 
   In Wort und Bild
    Plätze/Strassen
    Kunst/Kultur
    Kirchen
    Prunkbauten
    Wiener Palais
    Kaffeehäuser
    Beisln/Heurige
    Varia
    Wien Umgebung
    Alt-Wien (Photos)
    Alte Ansichten
    Impressionen
    Vogelperspektive
    Bilderverkauf
     
     
   Architekten
   Musik
  Komponisten
  Operette
  Walzer
  Musikfiles
   
   Die Habsburger
   Wien und der Tod
   Wienerisches
   Reiseinformationen
   Blog
 
  Kontakt
  Partnerseiten
  Sitemap
  Disclaimer
English
   
   
   
   

 

 

<< zurück
 

Kirche St. Martin zu Siebenhirten
 

Um 1447 wird im heutigen Siebenhirten erstmals ein Gotteshaus erwähnt. Eine weitere Nennung einer Kapelle datiert aus dem Jahre 1544, diese wurde jedoch durch die Türken um 1683 zerstört und darauf nur behelfsmässig wieder aufgebaut. Um 1783 wurde Siebenhirten von der Pfarre Atzgersdorf abgetrennt und zur eigenen Pfarre ernannt, was jedoch bald wegen Geldmangels vorübergehend (bis 1912) wieder rückgängig gemacht wurde. Die (alte) Pfarrkirche Siebenhirten wurde im frühen 18. Jrh. nach einer Initiative von Müllermeister Friedrich Kieninger erbaut. die spätbarocke Kirche hatte einen grossen Turm mittig über der Portalfassade. Das Langhaus und somit auch das Innere war auffallend niedrig. Im Zentrum des Hochaltars war ein grosses Gemälde, welches den hl. Bischof Martin zeigte. Der rechte der beiden Seitenaltäre war ein Überbleibsel aus der hauseigenen Kapelle des ehemaligen Schellenhofes und wurde um 1875 in die Pfarrkirche Siebenhirten gebracht. Neben der Kirche befand sich ein Friedhof, der heutige Friedhof Siebenhirten.

Der 23. August 1944 war einer der schwärzesten Tage der Geschichte Siebenhirtens, als alliierte Bombengeschwader einen zerstörerischen Angriff auf die Ölraffinerie „Danubia“ planten, dabei jedoch wegen eines Navigationsfehlers die Bomben über Siebenhirten abwarfen und Tod und Verderben über die Ortschaft brachten. Rund 300 Menschen kamen dabei um, und die baulichen Schäden waren immens. Die Pfarrkirche wurde vollständig zerstört, und der Friedhof sah aus wie ein explodiertes Minenfeld, wobei die Gräber und Grüfte förmlich in die Luft gejagt wurden. Die sterblichen Überreste der Bestatteten lagen grossflächig verstreut. Dabei wurde die gesamte Pfarrchronik ein Raub der Flammen, weshalb man heute keine genauen Angaben über die Geschichte der alten Pfarrkirche mehr machen kann. In der zweiten Hälfte des Jahres 1945 wurde eine Baracke als Notkirche errichtet.
Als im Sommer 1950 Pfarrer Friedrich Lhotsky seine Stelle als Geistlicher in Siebenhirten antrat, erhielt er den Auftrag, den Bau einer neuen Pfarrkirche zu realisieren. Dazu wurde an der Ketzergasse ein Grundstück erworben und das Bauprojekt der drei Architekten Otto Rinder, Herbert Schmid und Otto Sobetzky gewählt. Im November 1954 wurde mit dem Bau der neuen Pfarrkirche Siebenhirten begonnen. Nach nur einem Jahr Bauzeit und etlichen finanziellen Schwierigkeiten war die Kirche fertig gestellt und konnte, dem hl. Martin geweiht, feierlich eröffnet werden.

Im Volksaltar aus dem Jahr 1967 befinden sich Reliquien der beiden Heiligen Valeria und Concordius. Beeindruckend ist das mächtige Gemälde des hl. Martin im Chor, welches die ganze Wand einnimmt. Über dem rechten Seitenaltar hängt ein Gemälde des Letzten Abendmahls. An der Aussenwand rechts vom Eingang ist eine Steinskulptur angebracht, welche den Guten Hirten darstellt. Die neue Pfarrkirche Siebenhirten ist wohl ein einfaches, nüchternes und somit unscheinbares Bauwerk, hält man sich jedoch die bewegte Geschichte der Pfarre vor Augen, erscheint sie in einem ganz anderen Licht.
 


 

Die alte Pfarrkirche

 

 

© 2003-2013 Planet-Vienna, Zurich, Switzerland, webmaster (at) planet-vienna.com