|
Die Wiener Bezirke
Fast jede Grossstadt der Welt
hat ihre Stadtteile. So gibt es beispielsweise in Paris die Arrondissements, in
Los Angeles die Districts oder ganz simpel wie in Zürich die Kreise. In Wien
heissen die Stadtteile Bezirke. Bis 1850 gab es nur die Innenstadt, welche den
heutigen 1. Bezirk bildet, denn was ausserhalb der Innenstadt lag, wurde
schlicht als Vorstädte bezeichnet. Mit der Schleifung der Stadtmauern und der
Errichtung der Ringstrasse wurden diese Vorstädte nach und nach eingemeindet und
demzufolge Teil der Stadt Wien.
In den 50er Jahren des 19. Jh.
kamen die Vorstädte rund um die Innenstadt dazu, welche den 2. bis 9. Bezirk
bildeten. Nachdem sich die Stadt in ihrer Blütezeit rapide ausgebreitet hatte
und um ein Vielfaches gewachsen war, wurden um 1890 die Bezirke 11 bis 19
gebildet und wenig später der Linienwall abgetragen, welcher sich da befand, wo
heute der Gürtel verläuft. Um 1938 kamen nochmal sieben Bezirke dazu, worauf
Wien aus deren 26 bestand. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Anzahl der
Bezirke durch Zusammenlegung auf 23 reduziert, was bis zum heutigen Tag der Fall
geblieben ist.
Fast spiralförmig reihen sich
die 23 Wiener Bezirke aneinander. Die Ausnahme bilden dabei die Bezirke 11 und
23. Anhand dieser Anordnung kann man die Konzeption der Stadt Wien recht einfach
überschauen und erlernen, und man findet sich somit einfach zurecht. Als zusätzliche
Hilfe der Orientierung dienen die Numerierungen auf den Schildern mit der
Strassenbezeichnung, weshalb man stets weiss, in welchem Bezirk man sich gerade
aufhält. Wenn man einen Wiener fragt, wo er wohne, so erhält man kaum den Namen
des Bezirkes zur Antwort, sondern die Nummer desjenigen: Ein Bewohner der
Leopoldstadt sagt also "Ich wohne im Zweiten".
Für eine Übersicht der Bezirke
klicken Sie auf die Graphik.

|