|
Der Friedhof
in Siebenhirten in
Liesing wurde in den Jahren 1783 bis 1785 angelegt und war anfänglich von einem einfachen Holzzaun umgeben. Kurz nach der
Jahrhundertwende wurde am Rande des Geländes die Siebenhirtener Pfarrkirche
errichtet. Um 1818 erhielt der bislang nur 600m² grosse Gottesacker eine
Leichenhalle und eine Friedhofsmauer. Diese wurde wegen eines Hochwassers im
Jahre 1897 zerstört, wonach im Zuge ihrer Wiedererrichtung das
Friedhofsgelände 5 Meter länger und rund 13 Meter breiter gemacht wurde. Ab
1937 wurde der Friedhof abermals erweitert und mass 1020m². Bei einem
schweren Bombenniedergang im Zweiten Weltkrieg wurde die Pfarrkirche
zerstört und der Friedhof vollends verwüstet. Die neue
Pfarrkirche steht ca.
150 Meter vom Friedhof entfernt.
Der Friedhof Siebenhirten ist ein sauber gepflegter grüner Fleck am Rande
der trostlosen Vorstadtsiedlung rund um die Endstation der U6. Reiche
Botanik und Kieswege lassen die Totenstätte wie ein Park erscheinen, in dem
höchstens die Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz zu vernehmen sind. In
der Mitte des Friedhofgeländes steht die Leichenhalle aus neuerer Zeit.
|