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Um 1816 entstand das biedermeierliche Eckhaus an
der heutigen Bennogasse 2 in der äusseren
Josefstadt. Der Erbauer liess ein
Schild mit der Aufschrift „Zum Prinz Ferdinand“ anbringen zu Ehren des
Thronfolgers, des späteren
Kaiser Ferdinand I. Vermutlich befand sich
bereits von Anfang an eine Gastwirtschaft im Parterre des Hauses, die passenderweise
dessen Bezeichnung übernahm. Ende des 19. Jh. soll sich hier öfters der Thronfolger Erzherzog
Franz Ferdinand mit seiner zukünftigen
Frau, Sophie Gräfin Chotek, heimlich zu einem Schäferstündchen getroffen
haben.
Bis heute ist das „Prinz Ferdinand“ eine traditionelle Alt-Wiener Gaststätte
geblieben mit originaler, aber leicht gehobener Küche. Aus derselben werden
Urwiener Gerichte serviert wie sie aus alter Zeit überliefert worden sind.
„Schmausen wie zu Kaisers Zeiten“ lautet das Motto des Lokals zu Recht. Auf
der Karte stehen neben den heimischen Gerichten immer auch einige
unwienerische Speisen zur Auswahl.
Drei gemütliche Räume reihen sich aneinander, ausgestattet mit viel Holz und
allerlei behaglichem Mobiliar. Der abgetretene Parkettboden gibt der
obligaten Verstaubtheit den letzten Schliff. In der warmen Jahreszeit speist
man bei Kerzenlicht im Gastgarten auf dem Bennoplatz direkt vor dem Lokal.
Hier findet sich fast nur heimisches Publikum ein oder solche, die das
„Prinz Ferdinand“ als wertvoller Geheimtipp bereits entdeckt haben.
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