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Johann Lucas von Hildebrandt (1668-1745)

 

 

Geboren wurde Johann Lucas von Hildebrandt am 14. November 1668 in Genua. Sein Architekturstudium absolvierte er in Rom beim gefeierten Barockarchitekten Carlo Fontana, was seinen Bauwerken stets eine besondere Note geben sollte. Um 1701 wurde er in Wien zum kaiserlichen Hofingenieur ernannt und wirkte da fortan neben seinem Rivalen Johann Bernhard Fischer von Erlach. Um 1720 wurde Hildebrandt in den Adelsstand erhoben, und 1723 machte man ihn, nach dem Tode Fischer von Erlachs, zum Ersten kaiserlichen Hofbaumeister. Als solcher realisierte er zunächst hauptsächlich Barockpalais in Wien, bevor er auch ausserhalb Österreichs Grossaufträge erhielt und die Architektur nachhaltig beeinflusste. Mehrere seiner Bauwerke weisen italienische Stilelemente auf und zeugen mitunter vom Einfluss des Schweizer Barockarchitekten Francesco Borromini. Hildebrandts Hauptwerke sind das Schloss Belvedere und das Stadtpalais, welche er für Prinz Eugen von Savoyen erbaute. Hier wird besonders deutlich, dass prachtvolle Treppenaufgänge zu Hildebrandts Spezialitäten gehörten. Insbesondere die Prachttreppe im Stadtpalais gilt bis heute als architektonische Sensation. Weitere für Hildebrandt typische Baueigenschaften sind runde und polygonale Räume oder elliptische Formen. Die Vielfalt an reichhaltiger und schwerer Plastik an seinen Bauwerken wird durch ein Zusammenspiel mit leichten und verspielten Elementen zu einem prachtvollen Ganzen. Überaus reich dekorierte Prunkfassaden mit unterschiedlichsten Elementen, welche den Eindruck von Bewegung und einer gewissen Unruhe vermitteln, waren typisch für den Architekten. Hildebrandt ist neben Fischer von Erlach Wiens bedeutendster Barockarchitekt, welcher das Stadtbild jener Zeit sehr stark beeinflusste. Johann Lucas von Hildebrandt starb am 16. November 1745 in Wien.

  

Bauwerke in Wien: 

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- Palais Bartolotti-Partenfeld

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