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Palais Harrach
1. Bezirk, Freyung 3
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Um 1435 kaufte Jörg von
Puchheim drei Häuser an der Freyung, welche er baulich verbinden und zu
einer Wohnstätte umbauen liess. Um 1600 wurde das Anwesen von Reichsgraf
Karl von Harrach gekauft, und 1658 ging es in den Besitz der Familie
Auersperg über. Nachdem das Gebäude während der Türkenbelagerung 1683
niedergebrannt war, kaufte Ferdinand Bonaventura Graf von Harrach das
Anwesen und brachte es somit wieder in den Besitz derer von Harrach. Er
liess die Brandruine beseitigen und nach Plänen von Domenico Martinelli
das heutige Palais bauen. Um 1696 war die Innenausstattung vollendet. |
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Die Stuckarbeiten stammen
von Johannes Piazoll, und Antonio Beduzzi schuf die restlichen
Dekorationselemente.
Fälschlicherweise glaubte man lange, der Architekt
Johann Lucas von
Hildebrandt hätte das Palais Harrach erbaut. Von ihm stammte jedoch
nur das kleine Salettl, welches auf dem seitigen Vorplatz einst
existierte. Damals befand sich hier ein kleiner Palaisgarten, einer der
wenigen, welche sich im Stadtzentrum befanden. Um 1844 liess Franz Ernst Graf von Harrach am
Palais umfangreiche Umbauten vornehmen. Um 1850 erneuerte man auch das Innere, was
hauptsächlich unter Franz Schönthaler geschah. Nachdem Bomben im Zweiten
Weltkrieg grosse Schäden am Palais Harrach verursacht hatten, wurde in
den Nachkriegsjahren bis 1952 der ursprüngliche barocke Zustand
weitgehend wiederhergestellt. |
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Danach beherbergte
das Palais eine wertvolle private Gemäldesammlung, welche dann
jedoch nach Schloss Rohrau in Niederösterreich verlegt wurde. Bis 1980 war Familie
Harrach der Besitzer des Palais, verkaufte es dann, worauf es
mehrmals den Eigentümer wechselte, bis es um 1990 schliesslich von
einer Immobiliengesellschaft gekauft und vermietet wurde.
Die Fassade auf der Seite der Herrengasse hat weitgehend noch immer
ihre ursprüngliche frühbarocke Gestalt, während die Hauptfassade
gegen die Freyung im Zuge der Umbauten von 1844 wesentlich verändert
wurde. In den
prachtvollen Sälen im ersten Stock befindet sich heute eine Aussenstelle des Kunsthistorischen Museums. Das Kuppelfresko in der
Hauskapelle ist ein Werk von Michael Rottmayr. Die Decke der Galerie
weist ein beeindruckendes barockes Deckengemälde auf, welches eine
mythologische Szene zeigt. Auffallend ist der edle rote Marmor aus
welchem Portalrahmen und das Balustradengeländer des reich
stuckierten Treppenhauses gearbeitet sind.
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