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3. Bezirk, Rennweg 6
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Der wichtigste Feldherr im
frühen 18. Jrh., Prinz Eugen von Savoyen, der während der Türkenbelagerung
als Franzose in Diensten der Habsburger die Stadt Wien unterstützte, liess in den
Jahren 1714 - 1723 am Rande der Wiener Innenstadt in einer herrlichen
Gartenanlage ein Schloss erbauen, welches ihm als Sommerresidenz dienen
sollte. Für die Gestaltung des Parks mit seinen aussergewöhnlichen
Wasseranlagen beauftragte der Prinz Dominique Girard, der bereits in
Versailles wichtige Arbeiten vorgenommen hatte. Das obere Schloss liess er
durch Johann Lukas von Hildebrandt erbauen, das untere von Giovanni Stanetti. Die ursprünglichen Pläne galten einer üblichen barocken
Gartenanlage, welche durch ein kleineres Bauwerk auf dem Hügel abgeschlossen
wird. Das Zusammenspiel von Hildebrandts Genie und Eugens Reichtum aber
führte schliesslich zur Errichtung einer prunkvollen Park- und Schlossanlage
mit Orangerie und Menagerie, welche alles übertraf. Im unteren Teil des
Gartens findet sich eine grossartige Brunnenanlage, die ‚Untere Kaskade‘.
Darin sitzen Meeresgötter und Nymphen, eine Schale tragend, aus der das
Wasser in den Brunnen fliesst. |
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Der obere Teil des Gartens ist mit dem unteren durch eine Treppe verbunden.
In ihm liegt die ‚Obere Kaskade‘, eine weitere Brunnenanlage, bei der das
Wasser über mehrere Stufen fliesst. Am Ende des Beckens befindet sich eine
Gruppe von Quellnymphen.
Die ganze Breite des Gartens wird eingenommen vom Unteren Belvedere, erbaut
1721 - 1723. Es ist dies ein eingeschossiger Langbau mit einem Portal,
welches einem Triumphbogen ähnlich ist, und hohen Fenstern, die beinahe bis
an den Boden reichen.
Darin befanden sich die privaten Räumlichkeiten Prinz Eugens, der
Spiegelsaal, sein Ess- und Schlafzimmer, der Groteskensaal, die Bibliothek
und die Marmorgalerie mit Fresken von Martino Altomonte.
Das Obere Belvedere besticht mit einem Übermass an Prunk. Es ist ebenfalls
ein lang gestreckter, jedoch dreigeschossiger Bau mit vier achteckigen
Eckpavillons. Das prachtvolle Innere umfasst zahlreiche Fresken von
italienischen Künstlern mit vielen Motiven aus der Mythologie. Die
Wandmalereien und das Deckenfresko im Gartensaal entspringen der Hand von
Carlo Carlone. Dieser schuf auch das Deckenfresko „Gottvater und Heiliger
Geist“ in der Kapelle. |
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Der mit rotem Marmor, Fresken und reicher Stuckatur ausgestatte Marmorsaal
wurde besonders berühmt durch die Unterzeichnung des österreichischen
Staatsvertrages im Jahre 1955.
Heute befindet sich im Oberen
Belvedere die Österreichische Galerie des 19. Und 20. Jhr., eine der
berühmtesten und reichhaltigsten Galerien weltweit mit Werken von Klimt,
Schiele, Kokoschka Renoir, Monet und anderen. Im Unteren Belvedere befindet
sich das Österreichische Barockmuseum
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