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Etwa um 1706 wurde
Friedrich Karl Graf von Schönborn, der künftige Fürstbischof von
Bamberg und Würzburg, als Reichsvizekanzler nach Wien berufen. In
der Alservorstadt erwarb er ein Grundstück, auf welchem er ein
Gartenpalais errichten liess. Möglicherweise hatte da bereits ein
Gebäude bestanden, welches er umbauen liess. Die Bauleitung hatte
Johann Lucas von Hildebrandt. Das Haus erhielt eine kostbare
Einrichtung und beherbergte eine beachtliche Sammlung wertvoller
Gemälde, welche sehr berühmt war. Um 1725 kaufte Schönborn eine
weitere Bodenfläche hinzu und erweiterte sowohl das Palais als auch
den langgezogenen Barockgarten, an dessen Ende ein Grottenpavillon
stand. Als Fürstbischof Schönborn gestorben war, verlegte man das
Mobiliar und die Gemäldesammlung ins
Stadtpalais an der Renngasse Das Gartenpalais wurde darauf vermietet und beherbergte ab 1841 ein
Liebhabertheater und eine Theaterschule, eingerichtet von Amalia
Baronin Pasqualati. |
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