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Peterskirche
1. Bezirk, Petersplatz
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Die Peterskirche steht ein wenig vom
Graben zurückversetzt
rechterhand vom Stephansplatz her kommend.
An dem Ort soll bereits in der zweiten Hälfte des 4. Jrh.
eine Kirche gebaut worden sein, wodurch die
Ruprechtskirche den Rang als
älteste Stadtkirche Wiens abgeben müsste. Allerdings ist diese Tatsache
nicht mit Sicherheit belegt. Die ursprüngliche Peterskirche - eine Saalkirche - war ein
Umbau des alten Römerlagers Vindobona.
Der spätere Kirchenbau im Mittelalter war das Resultat eines
romanischen Umbaus der vorherigen Kirche. Sein Langhaus war dreischiffig mit
acht Altären. Der Turm war dreistöckig und hatte ein spitzes Helmdach.
Später wurde die Kirche um die gotische Valentinskapelle erweitert, deren
Anbau anfangs des 15. Jrh. erfolgte. Um 1661 zerstörte ein Brand die Kirche. Der Wiederaufbau
erfolgte nur provisorisch.
18 Jahre später brachte die Pest Tod und Verderben nach
Wien. Als diese abgeklungen war, liess Kaiser Leopold I. als Dank einen
Neubau der Kirche planen. Die alte Kirche wurde 1701 samt Friedhof abgerissen und kurz
darauf mit dem Neubau nach Plänen des berühmten Architekten Lukas von
Hildebrandt begonnen. |
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Es entstand eine prächtige Barockkirche, welche nach ihrer
Vollendung um 1733 der Heiligen Dreifaltigkeit und dem heiligen Petrus
geweiht wurde.
20 Jahre später erfolgte der Anbau des Portalvorbaus nach einem Entwurf
von Andrea Altomonte. Auf seinem Dach stehen drei Statuen als Sinnbild für
Glaube, Hoffnung und Liebe. |
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Das Kircheninnere wird bestimmt durch seine
markante Rundform und die hohe Kuppel, durch die das Licht in einer Höhe
von rund 57 Metern eintritt. Die Innenausstattung entstand hauptsächlich
unter der Leitung von Matthias Steinl. So auch die Kanzel neben dem
Presbyterium (Altarraum).
Die Kuppelfresken sind ein Werk von Johann Michael Rottmayr und stellen
die Marienkrönung durch Gott und Jesus dar.
Der mächtige Hochaltar erhielt seine Form durch Antonio Galli-Bibiena.
Das Bildnis von Martino Altomonte im Zentrum des Altars zeigt die Heilung
des Gelähmten in Jerusalem durch Petrus und Johannes. Über dem Tabernakel
befindet sich die Immaculata (Unbefleckte Empfängnis) von Leopold
Kupelwieser.
Auch der Rest der üppigen Ausstattung wie die Kaiseroratorien, die
sechs Seitenaltäre, die übrigen Dekenfresken und auch die Beichtstühle mit
den reichen Intarsien sind mitunter Werke von Steinl, Rottmayr und
Altomonte.
Die reich verzierte Orgelempore mit der 34-stimmigen Orgel über dem
Eingang und auch die Kirchenbänke stammen gänzlich von Matthias Steinl. |

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