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Am 13. Juli 1813 wurde
Theophil Hansen in Kopenhagen geboren. Während seiner Ausbildung zum
Architekten wurde er mitunter vom Berliner Architekten Karl Friedrich
Schinkel (1781-1841) unterrichtet und liess sich von ihm stark beeinflussen.
Ab 1837 lebte Theophil Hansen in Athen, wo er die byzantinische Bauweise
studierte und bei Bauprojekten mitwirkte. Um 1846 begab sich Hansen nach
Wien und war dort vorerst als Mitarbeiter von Ludwig Förster tätig. Dann
machte sich Hansen selbständig und baute anfänglich im spätromantischen
Stil, bei dem er sich bevorzugt eines byzantinischen Mischstils bediente.
Danach baute er hauptsächlich streng historistisch, wobei sich die Bauweise
stark an der Renaissance orientierte. Hansen persönlich nannte seine
Bauweise „Wiener Stil“. Dabei war jedes Detail – hauptsächlich im Inneren -
sichtbar genau geplant, was das jeweilige Bauwerk zu einem einheitlichen
Gesamtkunstwerk machte.
Hansens bedeutendste Meisterwerke sind zwei der
berühmtesten Gebäude Wiens: Das Reichsratsgebäude (heute Parlament) ist
einem griechischen Tempel nachempfunden, und der Musikverein birgt mit dem
Goldenen Saal einer der heute noch besten Konzertsäle der Welt. Theophil
Freiherr von Hansen, Dr. Phil. k.u.k. Oberbaurat und Professor an der
Akademie der bildenden Künste, galt als einer der bedeutendsten
Ringstrassenarchitekten und prägte das Wiener Stadtbild des 19. Jrh.
nachhaltig. Er starb am 17. Februar 1891 in Wien in seinem Haus an der Ecke
Bellariastrasse / Hansenstrasse (nach ihm benannt), an dem heute eine grosse
Gedenktafel angebracht ist.

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