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Musikverein
1. Bezirk, Bösendorferstrasse
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Mitte des 19. Jrh. entschied der Wiener
Musikverein den Bau eines eigens für ihn bestimmten Gebäudes. Es sollte
zwischen der Ringstrasse und dem Karlsplatz, gegenüber der
Karlskirche, zu stehen kommen. Mit dem Bau
wurde der dänische Architekt Theophil Hansen beauftragt, welcher acht Jahre
lang in Athen studiert und als Architekt gewirkt hatte. Seine Inspirationen
der griechischen Baukunst kommen im Musikverein mehrfach zum Ausdruck: Die
Karyatiden, die Musen und Apollo im grossen Saal, das Tempeldach und die
ionischen Säulen im Brahms-Saal und auch die Farbe der Fassade. Nach
dreijähriger Bauzeit, im Jahre 1870, wurde der neue Musikverein eröffnet
unter dem Motto „Der Tonkunst in Schule und Meisterschaft geweiht, soll dies
Haus sein und bleiben: Ein Kunstwerk an sich, eine Heimat der Musik, eine
Zierde der Stadt und des Reiches.“ |
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Diesem Grundsatz ist der Bau gerecht geblieben: Der Goldene Saal ist einer
der schönsten und teuersten Räume überhaupt und seine Akustik weltweit
einzigartig und bislang kaum übertroffen. Er ist 48.8 Meter lang, 19.1 Meter
breit und 17.8 Meter hoch. Er bietet Platz für rund 2000 Personen. Seine
Grundform ist diejenige eines Quaders. Reiche Ornamentik, Gold im Überfluss, grosse Deckengemälde und zahlreiche Plastiken machen den Goldenen Saal zu
einem unschätzbar wertvollen Kunstwerk. Am vorderen Ende eine goldene Orgel,
die Seiten gesäumt von Marmorbüsten berühmter Komponisten der Vergangenheit.
Darüber reihen sich Bogenfenster, durch welche grosszügig das Tageslicht in
den Saal einfällt und diesen in vollem Glanz erstrahlen lässt. |
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Jeweils am 1. Januar jeden Jahres ist der Goldene Saal ein Mittelpunkt der
Welt, wenn die Wiener Philharmoniker das berühmte Neujahrskonzert zum Besten
geben und rund eine Milliarde Menschen rund um den Globus verzaubern.
Hierbei ist der Saal gefüllt mit Unmengen von kostbaren Blumen und
Gestecken, welche eigens dafür aus dem Süden herangeschafft werden. Das
Musikvereinsgebäude umfasst weitere Räumlichkeiten. Der Brahms-Saal
beispielsweise steht dem Goldenen Saal bezüglich Prunk und Überfluss in
nichts nach. Ebenfalls mit vielen griechischen Elementen versehen, jedoch
mit grösserer farblicher Vielfalt als der Goldene Saal präsentiert er sich
heute wie einst in neuem Glanz. Er ist 32.5 Meter lang, 10.3 Meter breit, 11
Meter hoch, bietet 600 Personen Platz und ist akustisch ebefalls exzellent
konzipiert. Seine Namensgebung rührt von den Zahlreichen Erstaufführungen
von Brahms‘ Werken. Und die grosse Musikerin Clara Schumann gab hier 1870
ihr erstes Konzert. |
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Der Brahms-Saal ist hauptsächlich ein Ort für
Liedkunst und Kammermusik.
Weitere Säle im Musikverein: Gottfried-von-Einem-Saal, Gläserner Saal (Magna
Auditorium), Metallener Saal, Hölzerner Saal und Steinerner Saal.
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