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Schloss Schönbrunn - die Räume

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Die Räume im Schloss dienten der kaiserlichen Familie einerseits als Wohnresidenz, andererseits sollten sie die Macht und den Einfluss der Habsburger repräsentieren. Zahllose Festlichkeiten, Empfänge allerhöchster Persönlichkeiten und Zeremonien fanden in den kaiserlichen Salons statt. Für deren Ausstattung wurden bedeutende Künstler und Handwerker bestellt. Räume in Barock, Rokoko, Biedermeier und Historismus bilden trotz der unterschiedlichen Zeitepochen ein harmonisches Ganzes, das an Pracht seinesgleichen vergeblich sucht.
Die wichtigsten Räume liegen allesamt im ersten Obergeschoss. Im Westtrakt liegen die Wohnräume von Kaiser
Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth. Ihre Einrichtung stammt hauptsächlich aus dem 19. Jh. Im Mitteltrakt liegen die Repräsentationsräume. Östlich davon schliessen sich die Salons und Appartements von Maria Theresia an. Sie sind hauptsächlich im Rokoko-Stil gehalten. Im Ostflügel liegen sclhiesslich die Räume, welche von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie bewohnt wurden.

Das Schloss beherbergt heute hunderte von Räumen, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Viele davon sind Gemeindewohnungen und liegen im obersten Geschoss. Die zugänglichen Prachträume werden jährlich von über 1,6 Millionen Menschen besucht - im Rahmen einer geführten Tour oder mit Audioguides. Es gibt eine kleine und eine grosse Tour. Der Besucherstrom bringt zwar Geld, das für die Restaurierung und Instandhaltung der Räume dringend nötig ist, doch bedeutet er auch eine Belastung für die wertvolle und empfindliche Einrichtung.

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Grosse Galerie: Sie ist das Herzstück des Schlosses und diente in erster Linie wichtigen höfischen Veranstaltungen, Bällen und Empfängen. Der 40 Meter lange und rund 10 Meter breite Prunksaal mit seinen hohen Bogenfenstern und den gegenüberliegenden Kristallspiegeln, reichen Stuckdekorationen und riesigen Deckenfresken von Gregorio Guglielmi gilt als einer der bedeutendsten Rokoko-Räume überhaupt. Das Hauptfresko in der Mitte des Saales thematisiert den Wohlstand der Monarchie unter der Regentschaft MAria Theresias. In der Mitte des Bildes sitzen Maria Theresia und ihr Mann Franz I. Stephan, umgeben von den fleischgewordenen Tugenden. Rund um das Szenario reihen sich Allegorien der Kronländer mit ihren Reichtümern. Seit Österreich Republik geworden ist, wird die Grosse Galerie für Konzertveranstaltungen und Empfänge genutzt. Ein wichtiges Ereignis war die Begegnung John F. Kennedys mit Nikita Chruschtschow, welche 1961 in dem Saal stattgefunden hat.


Die Grosse Galerie

Kleine Galerie: Zur Zeit Maria Theresias wurde die Kleine Galerie genutzt für familiäre Anlässe im kleineren Kreis. Ursprünglich war der Saal mit Stuckmarmor ausgestattet. In der Mitte des 19. Jrh. überzog man die Wände jedoch mit einer Weissfassung und reichen goldenen Rokoko-Rocaillen. So erscheint der Saal auch heute und nach einer neuerlichen Restaurierung prachtvoller denn je.


In der kleinen Galerie

Chinesische Kabinette: Die Kleine Galerie wird je von einem chinesischen Kabinett flankiert, links von einem ovalen und rechts von einem runden. Die beiden Räume sind ein Paradebeispiel der fürstlichen Vorliebe für die Künste Ostasiens im 18. Jrh. Kostbare Lacktafeln sind in der weissen Holzvertäfelung eingefasst. Auf mehreren kleinen Konsolen steht blau-weisses chinesisches Porzellan. Der einzigartige Fussboden ist ein Meisterwerk aus höchst kunstvollen Einlegearbeiten. Die beiden Kabinette wurden von Maria Theresia hauptsächlich als Konferenzräume genutzt, wobei sie sich im runden Kabinett jeweils mit ihrem Kanzler Fürst Kaunitz für geheime Unterredungen traf.


Chinesisches Kabinett

Stiegenkabinett der Kaiserin Elisabeth: Die legendäre Sissi (Sisi) nutzte den Raum in erster Linie als Schreibzimmer. Hier verfasste sie ihre Briefe und Gedichte. Zu Herrschaftszeiten führte eine Wendeltreppe vom Stiegenkabinett in Elisabeths Privatgemächer im Parterre, welche heute nicht mehr existieren. Sie waren nicht nach den höfischen Gepflogenheiten eingerichtet, sondern ganz nach Elisabeths eigenem Geschmack. Die Wände waren mit violetten Seidentapeten bezogen, und das Mobiliar war Elisabeths eigenes. Im Gartenappartement waren ein Sportraum, eine Massagekammer und ein Toilettenraum untergebracht.

Billardzimmer: Dieser Raum ist der erste der Privaträume Kaiser Franz Josephs. Die Einrichtungsgegenstände beschreiben des Kaisers beruflicher und privater Alltag in Schönbrunn. Ein Teil dieses Alltags war das Billardspiel, welches an den Höfen sehr beliebt war. Der schwere Billardtisch im Biedermeierstil in der Mitte des Raumes diente den Gästen aus Politik und Militär als Zeitvertreib, während sie auf die Audienz mit dem Kaiser warteten. An den Wänden befinden sich zwei grosse Gemälde. Auf dem einen ist die erste Verleihung des Maria Theresien-Ordens im Jahre 1758 dargestellt, und das zweite beschreibt das hundertjährige Bestehen des Ordens.


Billardzimmer

Arbeitszimmer Franz Josephs I.: Im Vergleich zu den anderen kaiserlichen Räumen ist das Arbeitszimmer Franz Josephs I. eher schlicht ausgestattet, was Ausdruck der Gesinnung des Kaisers gegenüber Prunk und Überfluss ist. Im Zimmer sind mehrere private Bilder aufgestellt. Der Kaiser pflegte es, jeweils um 5 Uhr morgens hier mit seiner Arbeit zu beginnen. An der Wand hängt ein grosses Portrait des Kaisers und eines seiner Gemahlin Elisabeth.

Nussholzzimmer: Dieser prächtige Rokoko-Raum ist mit wertvollen Holzvertäfelungen und reichen Goldverzierungen ausgestattet. Das Zentrum des Raumes bildet des Kaisers Schreibtisch mit privaten Gegenständen. Im Nussholzzimmer hielt Kaiser Franz Joseph I. Audienzen. Zweimal in der Woche empfing er hier auch bürgerliche Personen.


Nussholzzimmer

Zeremoniensaal: Hauptbestandteil des Raumes sind die fünf riesigen Wandgemälde, welche Maria Theresia persönlich in Auftrag gegeben hat. Der Gemäldezyklus stellt die Heirat des Thronfolgers Joseph II. mit Isabella von Bourbon-Parma im Jahre 1760 dar. Das grösste Bild zeigt die Ankunft der Prinzessin in Wien. Auf den anderen Gemälden sind die Trauung in der Augustinerkirche, die Hoftafel und das Souper in der Hofburg und die Serenade im Redoutensaal dargestellt. In die Reihe der grossen Gemälde gliedert sich das berühmteste Bildnis Maria Theresias ein, welches sie in einem kostbaren Kleid aus Brabanter Klöppelspitze zeigt.

Karussellzimmer: Wer um eine Audienz bei Maria Theresia und ihrem Gatten Franz I. Stephan ersuchte, musste im Karussellzimmer sich gedulden. Die Bezeichnung rührt von einem Gemälde, das ein Damenkarussell zeigt, welches Maria Theresia um 1743 in der Spanischen Hofreitschule organisierte, um den Rückzug der Franzosen aus Böhmen zu feiern. Das Gemälde daneben zeigt die Verleihung des St. Stephans-Ordens. 

Rosa-Zimmer: Es sind drei aufeinander folgende Zimmer, welche nach dem Künstler Joseph Rosa benannt sind. Er hat die eindrücklichen Landschaftsgemälde geschaffen, welche in den Räumen hängen. Das erste Bildnis zeigt den Stammsitz der Habsburger im Schweizer Kanton Aargau, die Habichtsburg („Havichsberch“), welche später Habsburg genannt wurde. Im grössten der Rosa-Zimmer hängt ein Gemälde des kaiserlichen Hofmalers Martin van Meytens, welches Maria Theresia als Königin von Ungarn zeigt. 

Balkonzimmer: Ebenfalls von Martin van Meytens stammen die Gemälde im Balkonzimmer. Sie zeigen die Kinder Maria Theresias. Hauptfigur unter ihnen ist die Tochter Maria Elisabeth, welche als schönste Kaiserstochter galt. Mit ihrer Schönheit war es jedoch vorbei, nachdem die Pocken ihr Gesicht völlig vernarbt und entstellt hatten. Eine Heirat wurde undenkbar, worauf sie in ein Kloster nach Innsbruck ging.

 

Spiegelzimmer: Dies ist ein typischer Repräsentationsraum aus der Zeit Maria Theresias. Ausgestattet ist er mit Rokokoelementen und wertvollen Kristallspiegeln, welche sich gegenseitig reflektieren, was den Eindruck eines endlosen Korridors entstehen lässt. Hier fand das erste Konzert des sechsjährigen Wolfgang Amadeus Mozart statt.

Roter Salon: Hier hängen mehrere Kaiserportraits der Habsburger. Zu sehen ist beispielsweise Leopold II., welcher für eine kurze Zeit der Nachfolger seines Bruders Joseph II. war. Ein anderes Gemälde zeigt seinen Sohn und Thronfolger Franz II., welcher ab 1792 der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Er vereinte die habsburgischen Kronländer zum Kaiserreich Österreich, wodurch er vom letzten römisch-deutschen Kaiser zum ersten österreichischen Kaiser wurde.

Gelber Salon: Das Mobiliar in dem Raum gehört zu dem wenigen, das aus der Zeit Maria Theresias erhalten blieb, denn meist liess die Kaiserin altes Mobiliar versteigern oder verschenkte es. Die Sitzgarnituren im Gelben Salon stammen aus der Zeit um 1770 und haben noch alte Formen des Rokoko. Im Raum fallen auch die Gemälde des Genfer Malers Liotard auf, welche bürgerliche Kinder darstellen.


Gelber Salon

Laternenzimmer:  Auffallend im Laternenzimmer sind die Türverkleidungen aus Marmor. Sie stammen aus der Zeit Kaiser Josephs I. Bevor im Schloss Schönbrunn die Elektrizität installiert wurde, waren hier Laternenträger angestellt. Ihre Aufgabe war es, den Mitgliedern des Hofes bei Dunkelheit den Weg durch die Räume zu weisen. Die Laternenträger hielten sich in diesem Raum auf.

Terrassenkabinett West: Das Kabinett ist quasi ein Zwischenraum, welcher als Verbindungszimmer zu den Gemächern der Kaiserin Elisabeth dient. In dem hübschen Raum hängt ein Gemälde von Pierre Benevaux, einem französischen Künstler. Das Bild zeigt die jüngeren Töchter Maria Theresias, Maria Josepha und Marie Antoinette, die spätere Königin von Frankreich.

Toilettezimmer der Kaiserin Elisabeth: Die zierliche Sissi war stets sehr um ihr Äusseres bemüht. So waren Schönheitspflege und Sport wichtige Bestandteile ihres Tageablaufs. Ihr fersenlanges Haar bedurfte ganz besonderer Pflege, welche Stunden in Anspruch nahm. Im Toilettezimmer liess sich die Kaiserin von ihrer Vertrauten, der Friseuse Franziska Feifalik, die kunstvollen Frisuren flechten und stecken.


Toilettezimmer der Kaiserin Elisabeth

Gemeinsames Schlafzimmer von Elisabeth und Franz Joseph I.: Das Kaiserpaar nutzte ihr gemeinsames Schlafzimmer mit den schweren Palisanderholzmöbeln und der weiss-blauen Ausstattung nur in den ersten Ehejahren. Die Kaiserin war danach sehr oft abwesend und auf Reisen, wodurch Franz Joseph I. zusehends vereinsamte. Sie hatten getrennte Schlafzimmer.

Salon der Kaiserin Elisabeth: Der Salon diente Elisabeth als Empfangszimmer. Im Jahre 1854 erhielt der Raum ein Neorokoko-Kleid. An der Wand hängt ein grosses Bildnis Kaiser Franz Josephs I. Einige Pastellbilder von Liotard schmücken den Salon zusätzlich. Auf ihnen sind der elfjährige Thronfolger Joseph II. und einige Töchter Maria Theresias zu sehen. Ein Portrait von Marie Antoinette wird dem Maler Joseph Kranzinger zugeschrieben.

Marie Antoinette-Zimmer: Zu Zeiten Kaiserin Elisabeths wurde der Saal als Familienspeisezimmer genutzt. Die vollständige Tafel ist gedeckt mit Wiener Porzellan, Kristallgläsern mit Prismenschliff von Lobmeyr und Wiener Hoftafelsilber von Mayerhofer & Klinkosch. Das Tafelzeremoniell war in diesem Zimmer nicht so üppig, wenn die Kaiserfamilie im engen Kreise speiste. Hier sprach man miteinander sogar über den Tisch, während man bei der zeremoniellen Hoftafel lediglich mit dem Tischnachbar in leisem Ton sich unterhalten durfte. Beim familiären Dinieren bevorzugte man hier die einfachere Wiener Hausmannskost, bei offiziellen Anlässen jedoch servierte man französische Gerichte. In der Mitte der Wand hängt ein Gemälde, welches Kaiser Franz Joseph im Alter von 20 Jahren zeig.. Die Bezeichnung des Zimmers rührt von einem Gobelin, auf dem Marie Antoinette mit ihren Kindern zu sehen ist. Der Gobelin war ein Geschenk Napoléons III. an Kaiser Franz Joseph I.


Marie Antoinette-Zimmer

Kinderzimmer: Die Bezeichnung des Raumes geht nicht etwa auf eine Verwendung als Spiel- oder Schlafzimmer der Kinder zurück, sondern wird so benannt, weil sich darin mehrere Portraits von Maria Theresias Töchtern befinden. Der wertvolle Louis XVI.-Sekretär ist das einzige Überbleibsel aus dem Besitztum von Marie Antoinette, welche um 1793 als Königin von Frankreich hingerichtet worden ist. Das Badezimmer, welches zu dem Raum gehört, wurde 1917 für Kaiserin Zita eingerichtet.

Frühstückskabinett: Es gibt Räume im Schloss Schönbrunn, an deren Ausstattung Mitglieder der Kaiserfamilie höchstpersönlich mitgearbeitet haben, so auch beim Frühstückskabinett. In die Wandmedaillons sind Applikationsstickereien integriert, welche von Elisabeth Christine, der Mutter Kaiserin Maria Theresias, geschaffen wurden.

Schlaf- und Sterbezimmer Franz Josephs: In diesem Raum kommt die sparsame und materiell bescheidene Gesinnung des Kaisers zum Ausdruck. Im Gegensatz zum Audienzzimmer war sein Schlafzimmer bescheiden und einfach eingerichtet. Sein Tag begann bereits um 4 Uhr morgens. Dann stand der Kaiser auf, wusch sich mit kalten Wasser und verrichtete auf dem schlichten Schemel sein Morgengebet. Er schlief in einem einfachen eisernen Bett, in welchem er 1916 im Alter von 86 Jahren starb. Im Raum befinden sich zahlreiche private Bilder und Photographien, wovon viele die Kaiserin Elisabeth zeigen.

 

Jagdzimmer: Das Jagdzimmer ist der einzige Raum welcher daran erinnert, dass Schloss Schönbrunn einst ein einfaches Jagdschloss war. Es befinden sich darin einige Gemälde, davon trägt eines den Namen „Rebhühner vor Schloss Schönbrunn“ vom Maler Hamilton. Auf dem Gemälde ist im Hintergrund Schloss Schönbrunn zu sehen in der Gestalt, wie es von Johann Bernhard Fischer von Erlach konzpiert wurde.

Schreibzimmer und Salon Franz Karls: Franz Karl, der Vater Kaiser Franz Josephs, hat diesen Raum zuletzt bewohnt. Die heutige Ausstattung erhielt das Zimmer erst nach dem Tod Franz Karls im Jahre 1878. Im Raum hängen mehrere Gemälde aus der Zeit Maria Theresias. Besonders bekannt ist das Familienportrait von Martin van Meytens, welches Kaiser Franz I. Stephan mit Maria Theresia und elf ihrer Kinder auf der Schlossterrasse zeigt.


Salon Franz Karl 

Terrassenkabinett: Das Zimmer wird auch „Blumenkabinett“ genannt wegen der gemalten Blumengirlanden, welche die Wände zieren. Der Raum liegt zur Seite des Ehrenhofes hin und hat einen Zugang zur Terrasse über den Arkaden. Die Deckenmalerei im Rokokostil von Johann Zagelmann aus dem Jahre 1770 ist besonders bemerkenswert. Sie zeigt eine farbenfrohe Scheinarchitektur, einen Himmel mit vielen spielenden Putten.

Reiches Zimmer: Es ist das Geburtszimmer Kaiser Franz Josephs. Zuvor bewohnten seine Eltern, Franz Karl und Erzherzogin Sophie, das Zimmer, in dem sie schliefen. Die Papiertapete ist original und mit Blätterdekor bedruckt. Das Paradebett, das sich im Raum befindet, ist das einzig erhaltene dieser Art vom Wiener Hof. Es stammt aus der Zeit Maria Theresias und hatte sich zuvor in der Hofburg befunden. Nach einer gründlichen Restaurierung im Jahre 1980 wurde das mit rotem Samt und wertvoller Goldstickerei verzierte Prunkbett in diesem Raum aufgestellt.

Schreibzimmer der Erzherzogin Sophie: Im 19. Jrh. liess sich die Mutter Franz Josephs, Erzherzogin Sophie, dieses Schreibzimmer einrichten. Davor wurde es als Bibliothek genutzt. Hinter den Wandvertäfelungen, welche sich öffnen lassen, befinden sich Bücherregale.

Porzellanzimmer: Diesen Raum nutzte Maria Theresia als Arbeits- und Spielzimmer. Den Namen erhielt das Zimmer wegen seiner Wandverkleidung, welche aus blau-weissem Rahmenwerk besteht, welches den Eindruck von Porzellanvertäfelung erweckt. Das Porzellanzimmer ist ein weiteres Beispiel für die Mitarbeit der Kaiserfamilie an der Ausstattung des Schlosses. Den Entwurf für die Ausstattung dieses Zimmers hat vermutlich Isabella von Parma, Maria Theresias Schwiegertochter und erste Gattin Kaiser Josephs II. geschaffen. Das Rahmenwerk umfasst 213 Tuschzeichnungen, welche von Kaiser Franz I. Stephan und einigen seiner Kinder persönlich angefertigt wurden. Dabei haben sie sich durch Vorlagen von Pillemont und Boucher inspirieren lassen.

Gobelinsaal: Die Wände dieses Saals werden von Brüsseler Wandteppichen aus dem 18. Jrh. geschmückt. Auf der mittleren grossen Tapisserie ist der Hafen von Antwerpen abgebildet. Die sechs kostbaren Sessel im Zimmer sind ebenfalls mit Tapisserien bezogen und zeigen die zwölf Monate des Jahres. Bewohnt hatte den Raum hauptsächlich Erzherzogin Sophie. Nach deren Tod wurde er anlässlich der Wiener Weltausstellung im Jahre 1873 so ausgestattet, wie er heute noch ist.

Millionenzimmer: Der vorherige Name des Zimmers war „Feketin-Kabinett“. Den jetzigen Namen erhielt es wegen der überaus wertvollen Vertäfelung aus edelstem Rosenholz. 61 Kartuschen im Rokokostil umfassen indisch-persische Miniaturarbeiten, welche Szenarien aus dem Leben der indischen Mogulherrscher im 16. und 17. Jrh. zeigen. Die Miniaturen mussten den Kartuschen angepasst werden, da diese asymmetrische Formen haben. Dafür wurden die Blätter von der Kaiserfamilie in Teile geschnitten und in Form einer Collage zu neuen Bildern zusammengesetzt. Der auffallende Kronleuchter ist eine Wiener Bronze-Handarbeit mit Emailleblüten aus dem Jahre 1760. In der Ecke hinter dem Sofa steht eine Büste Marie Antoinettes.


Millionenzimmer

Miniaturenkabinett: Dem Millionenzimmer benachbart ist das so genannte Miniaturenkabinett. die zahlreichen kleinen Bilder an den Wänden sind Werke von Maria Theresias Gemahl Kaiser Franz I. Stephan und einigen deren Kinder. Auf dem kleinen Tisch stehen Gedecke aus altem Porzellan der Manufaktur Thun-Klösterle, welches ursprünglich für den Prager Hof angefertigt worden ist.

Blauer Chinesischer Salon: Ursprünglich war der Salon mit Nussholzvertäfelung ausgestattet. Um 1806 liess man diese durch chinesische Reispapiertapeten ersetzen. Die Tische haben auffallende schwarze Oberflächen mit eindrücklichen florentinischen Intarsien und Halbedelsteinen. In dem Saal wurden die Verhandlungen abgehalten, welche am 11. November 1918 den Verzicht Kaiser Karls I. auf den Thron zur Folge hatten. am Tage darauf entstand die Republik Österreich. Im Blauen Chinesischen Salon fand also die Herrschaft der Habsburger und somit die Stellung des Schlosses Schönbrunn als Kaiserresidenz ihr Ende.

Vieux-Laque-Zimmer: Das Zimmer wurde von Maria Theresia unmittelbar nach dem plötzlichen Tod deren Gemahls Franz I. Stephan um 1765 als Gedenkraum eingerichtet. Ausdruck von tiefster Trauer sind unter anderem die aus dem fernen Peking stammenden schwarzen Lacktafeln, welche in die Nussholzvertäfelung integriert und mit reicher goldener Umrahmung versehen sind. Eigens für dieses Zimmer liess die Kaiserin mehrere Portraits anfertigen. Das Gemälde Franz I. Stephans ist ein Werk Pompeo Batonis und wurde um 1769, vier Jahre nach des Kaisers Ableben, angefertigt.


Vieux-Laque-Zimmer

Napoleon-Zimmer: Während der Besetzung Wiens durch Napoléon von 1805 bis 1809, residierte dieser im Schloss Schönbrunn. Vermutlich hat Napoléon den Raum als Schlafzimmer benutzt. An der Wand hängt ein Gemälde, das den Sohn Napoléons, Herzog von Reichstadt, im Kindesalter zeigt. Es stellt ihn als kleiner Gärtner im Park von Schloss Laxenburg dar, da er ein grosses Interesse für die Botanik hegte. 1832 starb der Herzog im Alter von 21 Jahren in diesem Zimmer an Tuberkulose. Hier befinden sich noch immer die Totenmaske des Herzogs und eine Haubenlerche, sein geliebtes Haustier.

Blaue Stiege: Über diese Treppe gelangten Gäste ins Obergeschoss. Maria Theresia ordnete den Bau dieses Treppenhauses an, welcher unter der Leitung des Architekten Nikolaus Pacassi durchgeführt wurde. Zuvor befand sich an dieser Stelle ein Speiseraum. Bei Festanlässen wurde die Stiege reich mit Orangenbäumen und Palmen dekoriert.

Schlosskapelle: Die Kapelle ist der heiligen Magdalena geweiht. Sie ist einer der wenigen Räume im Schloss, die ihre ursprüngliche Ausstattung Fischer von Erlachs weitgehend erhalten haben. Der Innenraum dürfte vermutlich von Andrea Pozzo gestaltet worden sein. Maria Theresia liess nach 1740 das Portal, die Oratorien und die Emporen verändern und versetzen. An der Decke liess sie Fresken von Daniel Gran anbringen und von Georg Raphael Donner den Marmoraltar und das Relief für den Tabernakel schaffen. Am 20. April 1745 wurde die Kapelle von Sigismund Graf Kollonitsch, Erzbischof von Wien, in Anwesenheit des gesamten Hofstaates feierlich eingeweiht.

Rösselzimmer: Im 19. Jrh. wurde dieser Raum als Tafelzimmer genutzt. Heute ist darin die so genannte Marschalltafel aufgestellt, ein üppig geschmückter Tisch für die Elite aus dem Militär. Beim Speisen war der Kaiser allerdings nie dabei, denn das war zu Zeiten Franz Josephs Sitte. Die Bezeichnung des Saals rührt von den Gemälden an den Wänden, welche Reitpferde aus den kaiserlichen Ställen zeigen. Die Bilder stammen aus der Zeit der Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie und gehören daher zu den ältesten Einrichtungsgegenständen des Schlosses Schönbrunn.

Berglzimmer: Im Erdgeschoss des Schlosses befinden sich die Berglzimmer. Namensgeber war der Maler Wenzel Bergl, der die Räume mit illusionistischen Malereien ausstattete. Die Szenarien drücken den Lebensstil Maria Theresias aus und beschreiben gleichzeitig umfangreiche Expeditionen, welche auf ihr Verlangen hin unternommen worden sind.
 

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