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Albrecht III. (1349-1395)


 

Herzog Albrecht III. wurde in Wien (vermutlich) am 9. September 1349 geboren. Nach dem Tode seines Vaters Albrecht II. teilte er mit seinen Brüdern die Herrschaft über Österreich, obwohl nach der Bestimmung des Vaters der älteste Sohn Rudolf IV. Alleinregent hätte sein sollen. 1377 führte Albrecht III. einen Feldzug gegen die heidnischen Litauer und Samogitier. Nachdem der kinderlose Rudolf gestorben war, traf Albrecht III. mit seinem Bruder Leopold III. eine Abmachung über die Aufteilung Österreichs (Neuberger Teilungsvertrag). Dabei bekam Albrecht das eigentliche Österreich mit dem Salzkammergut, und Leopold erhielt Kärnten, die Steiermark, Tirol und die schwäbischen Länder.

Im Jahre 1386 fiel Leopold in der Schlacht bei Sempach in der Schweiz, worauf sich Albrecht dessen unmündigen Söhne annahm, seine Länder nun ebenfalls verwaltete und die Kriege gegen die Schweizer fortführte. Am 9. April 1388 erlitt er in der Schlacht bei Näfels gegen die Glarner eine Niederlage und beschloss mit den Eidgenossen einen siebenjährigen Waffenstillstand, welcher später auf weitere 20 Jahre verlängert wurde. Albrecht III. war sehr um die Verschönerung und städtebauliche Entwicklung Wiens bemüht. Er investierte viel in den Ausbau der Stephanskirche und der Universität. Er war ein gebildeter, kulturinteressierter Mann, war seinem Land ausserordentlich wohltätig gesinnt und stellte sich in den Auseinandersetzungen zwischen Ungarn und Böhmen auf die Seite Ungarns. Am 29. August 1395 starb Albrecht III. in Schloss Laxenburg bei Wien und hinterliess einen einzigen Sohn, Albrecht IV., welchen ihm seine zweite Ehefrau Beatrix von Zollern geboren hatte.


Albrecht verleiht Laxenburg das Marktrecht am 12. April 1388