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Friedhof Simmering
 

11. Bezirk, Unter der Kirche 5

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Seine Ursprünge hat der heutige Simmeringer Friedhof auf der Anhöhe, wo die Alt-Simmeringer Pfarrkirche St. Laurenz steht. Ihre Baugeschichte geht bis ins 13. Jh. zurück. Grabungen haben erwiesen, dass das Grundstück um die Kirche schon früh als Gottesacker verwendet worden war. Ein letzter Rest dieses einstigen Friedhofes um die Kirche ist das grosse Priestergrab auf der Seite des Chores sowie die Familiengrabstäte der ehemaligen Simmeringer Herrschaft. In der Mauer der heutigen Kirche sind zudem einige alte Grabsteine eingelassen. Ebenfalls zum alten Simmeringer Kirchhof gehört das Grab von Adam Schwab, Ortsrichter von Simmering in den Jahren 1696 bis 1697. Um ein Haar wäre der Simmeringer Friedhof den Reformen von Kaiser Joseph II. zum Opfer gefallen, der veranlasste, dass Friedhöfe in Dorfzentren aufgegeben und an Orte ausserhalb des Siedlungsgebieten verlegt werden müssen. Dank einer Petition, die bei den Simmeringern grosse Unterstützung fand, konnte der Friedhof erhalten werden.

Ab 1876 bestanden entlang des Hügelfusses einige Gräberreihen im so genannten alten Teil des erweiterten Friedhofes. Hier steht auch die auffälligste Grabstätte des Gottesackers, die neugotische Rinnböck-Kapelle von 1880, eine ehemalige Familiengruft, die nach jahrzehntelangem Verfall wieder vollständig restauriert einen prächtigen Akzent setzt. 1999 kaufte die Stadt Wien die Gruft. In ihrem Inneren können Grabstellen erworben werden. Am Abgang von der Kirche zum Gräberfeld steht rechterhand an der Mauer der Grabstein von Josef Lang und seinen Angehörigen. Lang war gemäss Inschrift der letzte Scharfrichter Österreichs. Der Grabstein ist heute jedoch lediglich ein Epitaph, denn Josef Langs Grab hatte sich in einem mittlerweile aufgelassenen Teil des Friedhofes befunden. Unweit der Rinnböck-Kapelle liegt eine separate Parzelle, in der die Nonnen des Ursulinenkonvents in Wien-Mauer begraben liegen.

Erst mit der Eingemeindung des Dorfes Simmering ins politische Wiener Stadtgebiet wurde der Simmeringer Friedhof auf die Haide unterhalb des Kirchhügels ausgeweitet. Dies, nachdem der Friedhof erneut knapp seiner Auflassung entronnen war, weil etwas weiter stadtauswärts der Zentralfriedhof seiner Bestimmung übergeben wurde. Der Betrieb eines eigenen Friedhofes in Simmering drohte nicht zu rentieren. Doch die Simmeringer schafften es einaml mehr, ihren Gottsacker zu erhalten. Im neuen Teil liegt der heutige Haupteingang zum Simmeringer Friedhof. Von da geht die Hauptachse weg, auf der das Friedhofskreuz steht und das Zentrum der heutigen Anlage markiert. Hier gruppieren sich einige Grabstätten einflussreicher Simmeringer Kaufleute, Bürgermeister, renommierte Steinmetze, Fuhrwerksbesitzer und wohlhabende Exponenten des Simmeringer Bürgertums. Die Abdankungshalle wurde um 1978 nach Plänen des bedeutenden Architekten Erich Boltenstern erbaut.

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Die Rinnböck-Kapelle
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Der Grabstein von Josef Lang