
Der Name Rudolfsheim geht auf Kronprinz Rudolf zurück. Zu dessen Ehren ist das Vorstadgebiet benannt, welches 1863 durch die Zusammenlegung von Reindorf, Sechshaus, Braunhirschen und Rustendorf entstanden ist. Die Bezeichnung Fünfhaus leitet sich von fünf Winzerhäusern ab, die hier im Jahr 1710 errichtet worden waren. Um 1820 war die Siedlung bereits auf rund 119 Gebäude angewachsen. Schliesslich siedelten sich allmählich Industrie- und Gewerbebetriebe an. Nach dem Bau der Westbahn entlang des Gürtels entstand Neu-Fünfhaus, das im Gegensatz zum alten Ortskern mit seinen verwinkelten Gassen einen auffälligen Rastergrundriss aufweist. Die opulente Bausubstanz zeugt davon, dass es sich einst um einen Vorort für die gehobene Schicht handelte.

Rudolfsheim bildete zunächst den 14., Fünfhaus den 15. Wiener Gemeindebezirk. Erst 1938, als Penzing von Hietzing abgetrennt und Rudolfsheim mit Fünfhaus vereinigt wurde, entstand der heutige 15. Bezirk. Der Doppelname Rudolfsheim-Fünfhaus ist seit 1957 die offizielle Bezeichnung. In diesem, flächenmässig kleineren Bezirke jenseits des Gürtels siedelten sich vor allem Gewerbe- und Industriebetriebe aus den Bereichen Kunststoff, Metall, Zelluloid, Spirituosen und Technik an.
Bezirksteile: Fünfhaus, Rudolfsheim, Sechshaus
