Google
PlanetVienna Web


 
 Hotels in Wien

 
 
   Über Planet-Vienna
   
   Home
   Historia
   Geographie
      Die Bezirke
 
   In Wort und Bild
    Plätze/Strassen
    Kunst/Kultur
    Kirchen
    Prunkbauten
    Wiener Palais
    Kaffeehäuser
    Beisln/Heurige
    Varia
    Wien Umgebung
    Alt-Wien (Photos)
    Alte Ansichten
    Impressionen
    Vogelperspektive
    Bilderverkauf
     
     
   Architekten
   Musik
  Komponisten
  Operette
  Walzer
  Musikfiles
   
   Die Habsburger
   Wien und der Tod
   Wienerisches
   Reiseinformationen
   Blog
 
  Kontakt
  Partnerseiten
  Sitemap
  Disclaimer

English
   
   
   
   

 


 

<< zurück
 

Evangelisch Lutheranische Stadtkirche

1. Bezirk, Augustinerstrasse 3


 

Hofbaumeister Jakob Vivian erbaute die Kirche in den Jahren 1582/83 als Klosterkirche des Konvents der „Heiligen Maria, Königin der Engel“, welcher von Elisabeth, Tochter Maximilians II. und Witwe Kaiser Karls IX. von Frankreich, gegründet worden war. Sie war nach dem Tode ihres Mannes nach Wien zurückgekehrt. Man geht davon aus, dass die Gründung des Klosters mitunter als Erinnerung an die blutgetränkte „Bartholomäusnacht“, bei der rund 20'000 Hugenotten umgekommen waren, erfolgte.

Kaiser Joseph II. liess das Kloster aufheben, worauf es an die Stadt Wien ging. Um 1783 Kaufte die evangelische Gemeinde Augsburgischen Bekenntnisses die Kirche und einen Teil der Klostergebäude. Diese Gemeinde konnte sich im Zuge des um 1781 erlassenen Toleranzediktes etablieren. Die Kirche wurde nach den Bedürfnissen der evangelischen Gemeinde um- und ausgebaut und am 30. November 1783 eingeweiht. Schwere Bombenschäden im zweiten Weltkrieg an der Fassade wurden um 1948 repariert und das Innere um 1958 restauriert.  In den Jahren 1991 und 1998 wurden weitere Renovierungen vorgenommen.


Das Kircheninnere hinter der klassizistischen Fassade ist typisch für evangelische Kirchen. Es ist hell und wird durch Emporen und Balustraden dominiert, welche den Raum auf allen Seiten umfassen. Das grosse Altarbild, welches Jesus am Kreuz zeigt, ist ein Werk von Franz Linder aus dem Jahre 1783 (Kopie nach van Dyck). Im hinteren Teil des Kirchenschiffes befinden sich die Grabplatten von Kaiser Matthias, dessen Frau Kaiserin Anna von Tirol und von Kaiser Ferdinand II. Sie alle waren vorübergehend in der Kirche beigesetzt worden. Weitere nennenswerte Bestandteile der Einrichtung sind die Gedenktafel für Kaspar Tauber (erster Blutzeuge, der evangelischen Gemeinde in Wien) und die Dankschrift für Kaiser Joseph II. bezügliche seines Toleranzediktes rechts im Altarraum.


Diese und eine Vielzahl weiterer Kirchen Wiens finden Sie im E-Book "Wiener Kirchen" in Text und Bild zusammengefasst. Sie können es hier beziehen. Derzeit ist auf dem Markt keine vergleichbar umfangreiche Publikation erhältlich. Das Dokument wird exklusiv bei Planet-Vienna angeboten.

   

 


Dorotheergasse mit der Stadtkirche
 


stadtkirche_neu.jpg


stadtkirche_erwin-pendl.jpg
Inneres der Stadtkirche. Aquarell von Erwin Pendl (1875-1945) 

 

 

© 2003-2013 Planet-Vienna, Zurich, Switzerland, webmaster (at) planet-vienna.com