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Evangelisch Lutheranische Stadtkirche
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Hofbaumeister Jakob
Vivian erbaute die Kirche in den Jahren 1582/83 als Klosterkirche des
Konvents der „Heiligen Maria, Königin der Engel“, welcher von Elisabeth,
Tochter Maximilians II. und Witwe Kaiser Karls IX. von Frankreich,
gegründet worden war. Sie war nach dem Tode ihres Mannes nach Wien
zurückgekehrt. Man geht davon aus, dass die Gründung des Klosters
mitunter als Erinnerung an die blutgetränkte „Bartholomäusnacht“, bei
der rund 20'000 Hugenotten umgekommen waren, erfolgte. Kaiser
Joseph II. liess das Kloster aufheben, worauf es an die Stadt Wien ging. Um 1783
Kaufte die evangelische Gemeinde Augsburgischen Bekenntnisses die Kirche
und einen Teil der Klostergebäude. Diese Gemeinde konnte sich im Zuge
des um 1781 erlassenen Toleranzediktes etablieren. Die Kirche wurde nach
den Bedürfnissen der evangelischen Gemeinde um- und ausgebaut und am 30.
November 1783 eingeweiht. Schwere Bombenschäden im zweiten Weltkrieg an
der Fassade wurden um 1948 repariert und das Innere um 1958
restauriert. In den Jahren 1991 und 1998 wurden weitere Renovierungen
vorgenommen. |
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Das
Kircheninnere hinter der klassizistischen Fassade ist typisch für
evangelische Kirchen. Es ist hell und wird durch Emporen und Balustraden
dominiert, welche den Raum auf allen Seiten umfassen. Das grosse Altarbild,
welches Jesus am Kreuz zeigt, ist ein Werk von Franz Linder aus dem Jahre
1783 (Kopie nach van Dyck). Im hinteren Teil des Kirchenschiffes befinden
sich die Grabplatten von Kaiser
Matthias, dessen Frau Kaiserin Anna von
Tirol und von Kaiser
Ferdinand II. Sie alle waren vorübergehend in der
Kirche beigesetzt worden. Weitere nennenswerte Bestandteile der Einrichtung
sind die Gedenktafel für Kaspar Tauber (erster Blutzeuge, der evangelischen
Gemeinde in Wien) und die Dankschrift für Kaiser Joseph II. bezügliche
seines Toleranzediktes rechts im Altarraum. |

Dorotheergasse mit der Stadtkirche

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