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Semperdepot

6. Bezirk, Lehargasse 6-8

semperdepot1.jpg


Florentinisch mutet es an, das langgezogene Gebäude mit seiner grossflächigen Hauptfassade im Stil der Neorenaissance. Das eindrückliche Gebäude an der Lehargasse schräg gegenüber von der Rückseite des Theaters an der Wien entstand um 1873. Geplant und gebaut wurde es von Gottfried Semper unter Mithilfe von Carl Hasenauer. Des Gebäude war als Depot für Bühnenrequisiten der Hofoper und des Burgtheaters vorgesehen. Als 1952 die Theaterwerkstätten verlegt wurden, legte man das k.k. Kulissen- und Dekorationsdepot, wie es offiziell hiess, still. Danach fristete es ungenutzt sein Dasein und war zuweilen gar vom Einsturz bedroht. Nachdem die angrenzende Technische Universität (TU) das Grundstück mit dem Semperdepot erworben hatte, um zu expandieren, zog die neue Eigentümerin einen Abbruch in Erwägung, was jedoch vom Bundesdenkmalamt untersagt wurde.

Die TU prüfte schliesslich diverse Nutzungsmöglichkeiten des historischen Gebäudes. Ohne konkretes Konzept diente das Semperdepot gelegentlichen Kulturveranstaltungen unterschiedlicher Art, bis im Jahre 1990 die Hochschule für Bildende Kunst sich der Bewirtschaftung des Gebäudes annahm und es sanieren liess. Seither dient das Semperdepot als sogenanntes Atelierhaus und ist regelmässig Schauplatz von Kulturanlässen diverser Art. Wiederholt diente es wegen seiner einzigartigen Architektur als Kulisse für Filmaufnahmen. An der Fassade erinnern zahlreiche Einschusslöcher und eine gläserne Gedenktafel an die Gefechte im Zweiten Weltkrieg.



Der monumental wirkende viergeschossige Bau weist an seiner Fassade ausgeprägte Eckquaderungen auf und in den ersten drei Geschossen grosse Rundfenster. Noch grösser sind die eckigen Fenster im obersten Geschoss, welches gegen oben mit einem Kranzgesims mit Konsolfries abschliesst. Besonders interessant ist die Architektur im Inneren des Gebäudes: Sie besteht aus einer bemerkenswerten Stützkonstruktion aus übereinander angeordneten Gusseisensäulen. Sie bilden eine viergeschossige, über Treppen erschlossene Galerie mit Holzbalkendecken, die den Innenraum ähnlich wie in einem Theaterbau umläuft. Ein zweigeschossiger Saal schliesst nördlich an den Hauptraum an.

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