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Carl Freiherr von Hasenauer (1833-1894)

 

 

Der am 20. Juli 1833 in Wien geborene Architekt Carl Freiherr von Hasenauer galt als der bedeutendste Architekt des Späthistorismus in Wien. Er war Schüler des Architektenduos August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll, die Erbauer der Wiener Staatsoper. Hasenauer wurde zum Chefarchitekt der Wiener Weltausstellung von 1873 ernannt und im selben Jahr in den Stand des Freiherren erhoben. Hasenauer arbeitete lange Zeit eng mit Gottfried Semper zusammen, mit welchem er den Ausbau des Kaiserforums entwarf, zu dem das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum sowie die neue Hofburg gehören. Das "Spiegelbild" der heutigen neuen Hofburg wurde nicht realisiert. Unter der Zusammenarbeit mit Semper entstand auch das Burgtheater. 1876 zerstritt sich Hasenauer mit Semper, wonach Hasenauer die Bauarbeiten alleine leitete. Noch heute streitet man sich in bestimmten Kreisen darum, wer von den beiden Architekten Hasenauer und Semper nun die Urheberschaft an den gemeinsamen Bauwerken hat. Da Semper jedoch bereits in Zürich und Dresden ein gefeierter Architekt ist, bedachte man in Wien eher Hasenauer damit.

 

Hasenauer war ein Meister des mit Prunk beladenen Neubarocks. So zeichnen sich seine Bauwerke aus durch üppige dekorative Gestaltung, welche kunstvoll in Szene gesetzt wird und stark an den Makartstil erinnert. Ganz besonders ausgeprägt kommt dies beispielsweise bei den Feststiegen des Burgtheaters zur Geltung. Hasenauer achtete sehr auf das Gleichgewicht von plastischen und malerischen Elementen (allegorische Malerei mit satten Farben), was die Bauwerke somit besonders prachtvoll erscheinen lässt. Carl Freiherr von Hasenauer verstarb am 4. Januar 1894 in Wien.

  

Bauwerke in Wien: 

-
 Burgtheater
-
 Naturhistorisches Museum
-
Kunsthistorisches Museum
-
 Neue Hofburg
-
 
Hermesvilla
-
 Palais Lützow
-
 Tegetthoff-Denkmal
-
 Grillparzer-Denkmal
-
 Maria Theresia-Denkmal

 

 


Büste im kunsthistorischen Museum
 

Grab Carl Hasenauers auf dem Zentralfriedhof


 


Hasenauer bei der Arbeit in seinem Atelier