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Rund 800 Jahre reicht die
Geschichte der offiziellen Münzprägungsstätte Österreichs zurück. Um 1194
verfügte der Babenberger Herzog Leopold V. über enormen Reichtum in Form
eines Silberschatzes und einer grossen Summe Lösegeld, welches er für die
Freilassung von Richard Löwenherz erhalten hatte. Der Schatz und die Taler
solltem zu Geld gemacht, respektive umgeprägt werden, weshalb die erste
Prägungstätte eingerichtet wurde. Ab 1397 befand sich die Münze an der
Wollzeile und siedelte um 1752 ins
Stadtpalais des Prinzen
Eugen über.
Unter Kaiser
Franz II. wurde um
1834 am Heumarkt ein grosses klassizistisches Palais eigens für das
Hauptmünzamt erbaut. In dieser Funktion ist der Prachtbaur auch heute noch.
Um 1989 wurde das bisherige Hauptmünzamt eine Tochtergesellschaft der
Österreichischen Nationalbank und heisst seither Münze Österreich AG. Bis
heute werden hinter den historischen Fassaden mit modernster Technik
sämtliche Österreichischen Münzen geprägt. Jährlich sind es in etwa 300
Millionen an der Zahl.
Die Bauarbeiten für den
klassizistischen Komplex am Heumarkt dauerten von 1834 bis 1838. Die
Entwürfe für den Münzpalast lieferte der bedeutende Architekt des
Klassizismus Paul Wilhelm Eduard Sprenger. Das Gebäude dominiert den
Heumarkt mit seinem überhöhten und hervortretenden Mittelrisalit, auf dem
eine prächtige plastische Gruppe thront. In deren Mitte ein goldener
Doppeladler. Im Brüstungsfeld darunter stehen die Worte "Rei Monetariae".
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