Google
PlanetVienna Web


 
 Hotels in Wien

 
 
   Über Planet-Vienna
   
   Home
   Historia
   Geographie
      Die Bezirke
 
   In Wort und Bild
    Plätze/Strassen
    Kunst/Kultur
    Kirchen
    Prunkbauten
    Wiener Palais
    Kaffeehäuser
    Beisln/Heurige
    Varia
    Wien Umgebung
    Alt-Wien (Photos)
    Alte Ansichten
    Impressionen
    Vogelperspektive
    Bilderverkauf
     
     
   Architekten
   Musik
  Komponisten
  Operette
  Walzer
  Musikfiles
   
   Die Habsburger
   Wien und der Tod
   Wienerisches
   Reiseinformationen
   Blog
 
  Kontakt
  Partnerseiten
  Sitemap
  Disclaimer
English
   
   
   
   

 

 

<< zurück
 

Franz II. (1768-1835)
Kaiser
 

 

Am 12. Februar 1768 wurde Franz in Florenz geboren. Mit 24 Jahren, nach dem Tod seines Vaters Leopold II. bestieg er den Thron als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Um die Ranggleichheit mit dem Widersacher Napoléon I. zu wahren und die kaiserliche Hausmacht zu festigen und erhalten, proklamierte er im Jahre 1804 das Kaisertum Österreich. Dies war allerdings ein Verstoss gegen das Reichsrecht und bedeutete quasi das Ende des Heiligen Römischen Reiches. Bis er jedoch den Titel des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches ablegte und das alte Reich offiziell als beendet erklärte, verstrichen noch zwei Jahre. In dieser Zeit war er – in der Geschichte einmalig – zweifacher Kaiser: Franz II. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Franz I. Kaiser von Österreich.

Als Kaiser von Österreich hatte Franz I. eine eher symbolisch-repräsentative Funktion inne, denn er war an der Politik nicht besonders interessiert, sondern ging mit Vorliebe seinen Leidenschaften für die Botanik nach. Die politischen Aufgaben liess er ab 1809 den österreichschen Aussenminister Clemens Wenzel Fürst Metternich verrichten. Die politische Gesinnung Metternichs und auch die Einstellung des Kaisers war konservativ und starrsinnig. Somit wurde alles, was mit Volksrecht oder Reform zu tun hatte, peinlichst hinterfragt oder strikt abgelehnt. Als Person scheint Franz I. jedoch eher fortschrittlich denkend gewesen zu sein, welches dadurch deutlich wird, dass er auf zahlreichen Abbildungen nicht in der Kaiserkleidung zu sehen ist, sondern eher als normaler Bürger, was zuvor nie der Fall war. Die Biedermeierzeit erlebte unter Franz I. ihre Hochblüte.

 

Franz I. war viermal verheiratet. Seine erste Frau, Elisabeth Wilhelmina von Württemberg gebar ihm eine behinderte Tochter, welche ein Jahr später starb. Seine Frau starb am Tag nach der Geburt. Mit seiner zweiten Frau, Maria Theresia von Neapel-Sizilien, welche eine Cousine ersten Grades war, hatte Franz I. zwölf Kinder, von denen Marie-Louise seinen Widersacher Napoléon Bonaparte heiratete und Kaiserin von Frankreich wurde. Sohn Ferdinand I. wurde sein Thronfolger. Eine Tochter litt an Schwachsinn und musste zeitlebens betreut werden, und auch zwei weitere Söhne waren behindert. Einige Kinder starben sehr früh oder wurden gar tot geboren. Dies dürfte die Folge der engen Verwandtschaft der Ehepartner gewesen sein, wie sie bei den Habsburgern und auch bei den Wittelsbachern und Bourbonen oft der Fall war. Mit seiner dritten Frau Maria Ludovica Beatrix von Modena hatte Franz I. keine Kinder, da sie an Tuberkulose erkrankt war. Warum seine vierte Ehe mit Karoline Auguste von Bayern kinderlos blieb, ist nicht bekannt. Franz I. liebte alle seine Ehefrauen. Franz I. starb am 2. März 1835 in Wien.


Franz II. mit seiner vierten Frau Karoline Auguste
von Bayern auf einer Ausfahrt
 

Der Sarg von Franz in der Kaisergruft

Der schlichte Sarg seiner 2. Frau Maria Theresia von Neapel-Sizilien
in der Kaisergruft

Der Sarg seiner 4. Frau Karoline Auguste in der Kaisergruft


Denkmal im inneren Burghof


Portrait um 1820, in Uniform mit Ordensschmuck

Franz I. mit den Insignien des Kaisertums Österreich
(Gemälde von Friedrich von Amerling, 1832)



 


Kaiser Franz II. im Ornat des Goldenen Vlieses.
Gemälde von Johann Baptist Lampi um 1820