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Kirche Weidling
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Das Dorf Weidling jenseits des Kahlenberges
erhielt in den Jahren 1403 bis 1407 eine turmlose gotische Kapelle,
welche den Heiligen Petrus und Katharina geweiht war und von einem
reichen Klosterneuburger Bürger namens Andreas Lohner finanziert wurde.
Ab 1614 wird der Heilige Paulus anstelle der Katharina als zweiter
Kirchenpatron erwähnt. Zu dieser Zeit dürfte die Kapelle bereits
erweitert worden sein und einen Turm besessen haben. Nachdem im Jahre
1683 die Türken ihre Spuren der Verwüstung auch in Weidling hinterlassen
hatten, wurde die stark zerstörte Kirche wieder aufgebaut und
gleichzeitig erweitert. Sie erhielt zwei Joche, wodurch sie die heutige
Länge erreichte, und wurde im barocken Stil ausgestattet. Um 1717 wurde
der baufällig gewordene Turm durch einen neuen barocken Glockenturm
ersetzt, und eine neue Sakristei wurde angebaut. |
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Im Rahmen der Reformationen Josefs II. wurde Weidling im Jahre 1783 zur
selbständigen Pfarre erhoben. Um 1831 wurde von Ignaz Decherbauer der
heutige Glockenturm errichtet, welcher stilistisch ganz der längst
verklungenen Barockzeit angepasst ist. Um 1851 wurde eine Orgel installiert,
welche um 1931 durch eine neue ersetzt wurde. Umfassende Erneuerungen wurden
im Jahre 1889 im Inneren der Kirche vorgenommen, indem man die barocken
Altäre durch neugotische ersetze, neue Statuen der Kirchenpatrone Peter und
Paul aufstellte und neue Glasfenster installierte. 1964 nahm man erneut
Änderungen im Inneren vor, die neugotischen Altäre wurden wieder entfernt
und die neugotischen Fenster durch modern bemalte Glasfenster eines
einheimischen Künstlers ersetzt. Volksaltar, Ambo und Taufbecken sind zwar
modern und schlicht, lassen aber dadurch den alten gotischen Chor umso mehr
zur Geltung kommen.
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