Suche
PlanetVienna Web


 
 Hotels in Wien

 
  Kontakt
   Über Planet-Viennaa
   
   Home
   Historia
   Geographie
      Die Bezirke
 
   In Wort und Bild
      Plätze / Strassen
      Kunst / Kultur
      Kirchen
      Prunkbauten
      Wiener Palais
      Kaffeehäuser
      Beisln / Heurige
      Varia
        Wien Umgebung
      Alt-Wien (Photos)
      Alte Ansichten
     Impressionen
       Vogelperspektive
       Bilderverkauf
   
   Architekten
   Musik
      Komponisten
      Operette
      Walzer
      Musikfiles
 
   Die Habsburger
   Wien und der Tod
  Wienerisches
   Blog
    
  Partnerseiten
  Sitemap
  Disclaimer
English
   

 

 

<< zurück
 

Josephinum

9. Bezirk, Währingerstrasse 25

Im Jahre 1784 gründete Kaiser Joseph II. auf Rat seines Leibarztes Giovanni Alessandro Brambilla die medizinisch-chirurgische Militärakademie. Deren Zweck bestand mitunter darin, Ärzte für die kaiserliche Armee auszubilden. Für deren Unterbringung wurde bereits ein Jahr vor der geplanten Gründung mit dem Bau eines passenden Gebäudes begonnen, in welchem auch die biologisch-medizinischen Sammlungen gehortet werden sollten. Es wurde ein Grundstück an der Währingerstrasse gekauft und ein alter Gutshof darauf abgerissen. Den Bauauftrag erhielt der Architekt Isidor Canevale. Der schuf den bedeutendsten Zweckbau der josephinischen Ära, welcher das Hauptwerk des Baumeisters wurde. Die feierliche Eröffnung des Josephinums erfolgte am 7. November 1785. Im Jahr danach wurden die Sammlungen herabgeschafft und aufgestellt. Sie umfassen Exponate aus Biologie und Mineralogie sowie Heilmittel und chirurgische Instrumente. Die bemerkenswertesten Objekte sind originalgetreue Wachspräparate von Menschenkörpern und Körperpartien, die auch das Innenleben preisgeben. Sie wurden von den italienischen Anatomen Paolo Mascagni und Felice Fontana angefertigt und gehören zum integrierten anatomisch-pathologischen Museum.

 

Um 1822 wurde die Militärakademie den Universitäten im Kaiserreich gleichgestellt. Um 1849 wurde die Akademie als Hochschule jedoch eingestellt. Ab 1854 hatte das Josephinum die Funktion als Ausbildungsstätte für Feldärzte. 1874 erfolgte schliesslich die endgültige Einstellung des Lehrbetriebes. Heute ist im Josephinum das Institut für Medizingeschihte untergebracht. Die Sammlungen können besucht werden.

Beim Josephinum handelt es sich um einen repräsentativen barock-klassizistischen Komplex mit einer stattlichen dreigeschossigen Ehrenhofanlage auf der Seite zur Währingerstrasse. Zentral steht ein prominent hervortretender Mittelrisalit mit prächtiger Attika mit Inschrift und Wappen der Akademie. Seitlich wird der Hof von Eckpavillons mit Walmdächern begrenzt. Ihre Fassade ist mit grossen ionischen Pilastern gegliedert. Die Fenster im ersten Obergeschoss weisen barocke Girlandenverdachungen und Balusterparapeten auf. In der Mitte des Ehrenhofes steht ein Brunnen mit einer Bleifigur "Hygienia" von Johann Martin Fischer um 1787. Die gartenseitige Gebäudefront ist schlichter gestaltet. Die Raumeinteilung und -gestaltung ist funktionell.
 


 


 

 

 

© 2003-2012 Planet-Vienna, Zurich, Switzerland, webmaster (at) planet-vienna.com