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Um
1922 entfernte man den höfischen Fuhrpark, welcher Staatskarossen,
Prunk- und Zeremonialwagen, Schlitten und Sänften umfasst, aus den
Hofstallgebäuden der Hofburg und brachte sie nach Schönbrunn. Da wurden
sie in der ehemaligen Winterreitschule untergebracht, wo sie heute zu
besichtigen sind. Das edelste Stück in der Sammlung ist der
Imperialwagen, welcher aus dem Jahre 1764 stammt und von da an stets für
Krönungszeremonien verwendet wurde. Die Prachtkutsche ist das Werk eines
Künstlers mit dem passenden Namen Franz Xaver Wagenschön. Der
Wagen wurde jeweils von acht Schimmeln gezogen, wenn auch langsamen
Schrittes, denn das Fuhrwerk wog über vier Tonnen. Für Zeremonien ausser
Landes konnte der Wagen zerlegt und vor Ort wieder zusammengesetzt
werden. Ein weiterer Blickfang in der Wagenburg ist die grosse
tiefschwarze Trauerkarosse, welche 1989 ihren letzten Einsatz hatte, als
auf ihr der Leichnam der letzten österreichischen Kaiserin,
Zita von Bourbon-Parma, von der
Augustinerkirche zur
Kaisergruft gefahren wurde.
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