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Friedhof Stadlau
 

22. Bezirk, Gemeindeaugasse 27

friedhof_stadlau1.jpg

 

Mit seinen knapp 2400 Grabstellen ist der Stadlauer Friedhof ein eher kleiner Gottesacker im Vergleich. Auch gibt es kaum Widmungsgräber, in denen namhafte Persönlichkeiten beigesetzt sind. Das dürfte in erster Linie damit zu tun haben, dass Stadlau einst ein einfaches Bauern- und später ein Industrie- sowie Eisenbahndorf war, in dem einfache Landwirte und Arbeiterfamilien wohnten. Es ist ein Friedhof der "Kleinen Leute". Mehrere Grabmalinschriften weisen zudem auf gefallene Soldaten hin. Ihnen zum Gedenken wurde um 1947 das so genannte "Heimkehrerkreuz" errichtet, geschaffen von Josef Franz Riedl.

Die erste Grabstätte der Stadlauer lag um die Kagraner Kirche St. Georg. Als dieser Kirchhof um 1875 aufgelassen wurde und Kagran seinen eigenen Friedhof gründete, legten auch die Stadlauer ihren eigenen Gottesacker an. Die Einsegnung erfolgte bereits am 22. August selben Jahres. In den folgenden vier Jahrzehnten wurde der Stadlauer Friedhof einige Male erweitert. 1930 erhielt er seine eigene Abdankungshalle. In der zweiten Hälfte des 20. Jh. beschloss der Wiener Gemeinderat die Schliessung des Stadlauer Gottesackers, was jedoch auf Widerstand bei der Bevölkerung stiess. In der Folge wurde den Stadlauern der Fortbestand ihres Friedhofes zugesichert. Die Infrastruktur des Friedhofes wurde angepasst, der bekannte Architekt Erich Boltenstern gestaltete die Abdankungshalle neu.

 

friedhof_stadlau2.jpg