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Die Jesuitengruft

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Anno 1773 liess Papst Clemens XIV. den Jesuitenorden aufheben. Die Wiener Jesuitenkirche ging in der Folge in den Besitz des Staates über. Die Grabstätte der Jesuitenpatres im Untergrund der Kirche wurde verschlossen und geriet in Vergessenheit. Bereits um 1814 wurde der Orden von Rom ausgehend wieder ins Leben zurück gerufen, und ab Mitte des 19. Jh. waren auch in Wien wieder Jesuiten aktiv. Die Gruft jedoch blieb weiterhin im Verborgenen. Erst im Jahre 1934 wurde sie faktisch wiederentdeckt - nach über 160 Jahren! Eine kleine Sensation. Die Zustände waren allerdings chaotisch: Viele Särge waren zerfallen, Skelette lagen überall herum. Man sammelte die sterblichen Überreste ein und verbrachte sie in einen Karner, den man ein Stockwerk tiefer unter der Gruft entdeckt hatte. Von den 104 Kolumbarien im Gruftteil unter dem Kirchenschiff fand man die Hälfte besetzt vor.

Die Jesuitengruft ist rund 900 Quadratmeter gross. Sie besteht aus zwei Teilen. Direkt unter der Kirche liegen mehrere Räume mit niedrigen Tonnengewölben. Sie sind über eine Treppe zugänglich, die hinter einer Falltür unter der Orgelempore verborgen ist. Dieser Gruftteil ist seither wieder aktiv. An einer Seitenwand befindet sich eine grosse Altarnische. Neben der Treppe führt ein leicht abschüssiger Gang rechts weg in den zweiten Gruftteil, der unter dem Klostertrakt liegt. Er wird von einer Flachtonne mit Stichkappen überspannt. Eine Steinplatte verdeckt einen ehemaligen Zugang von einer Seitenkapelle der Kirche her. In diesem hohen Raum stehen bemerkenswerte Kolumbarienaufbauten mit vermauerten Nischen und teilweise Schwalbenschwanzgiebeln. Der Raum birgt sechs freistehende Kupfersärge. Einer davon ist aufwendig verarbeitet und steht auf hohen Füssen. In ihm soll eine Gräfin des Hauses Waldstein bestattet sein, welche bei der Geburt ihres Kindes starb. Es kann davon ausgegangen werden, dass das Kind im kleinen Sarg gleich daneben liegt. Drei weitere Särge sind sehr schlicht gestaltet. Auf ihnen steht abermals ein Kindersarg. Dieser ist in sehr schlechtem Zustand.

Die Gruft unter der Jesuitenkirche ist nicht öffentlich zugänglich. An gewissen Tagen im Jahr ist die Falltür offen, damit Angehörige von Verstorbenen Jesuiten die Gräber besuchen können.

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