1. Bezirk, Himmelpfortgasse 13

Ursprünglich gehörte das Grundstück des heutigen Palais dem Nonnenkloster Maria Porta Coeli, was sinngemäss „Maria zum Tor des Himmels“ bedeutet. Von dieser Bezeichnung leitet sich der Name der heutigen Himmelspfortgasse ab. Zu den frühen Eigentümern des Vorgängerbaus des Palais zählten bürgerliche Personen.

1587 kaufte der kaiserliche Rat und Hofkriegszahlmeister Egidi Gattermeier, Stammvater der Grafen von Gatterburg, das Anwesen. Dessen Nachkommen veräusserten das Haus um 1625 an Paul Freiherrn von Rákóczy von Felsö-Dobaz. Dieser bewohnte das Palais bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts; Eigentümer waren jedoch seine Schwester Juliane und sein Schwager, der Feldmarschall-Leutnant Ferdinand Gobert Graf Aspremont-Reckheim. Die Erbin Elisabeth Rákóczy übertrug den Besitz des Palais im frühen 18. Jahrhundert ihrem Ehemann Georg Graf Erdödy, oberster Landrichter Ungarns. In den Jahren 1720 bis 1724 liess dessen Nachkomme Georg Graf Erdödy von Monyokerek das heutige Palais errichten. Der Architekt ist nicht überliefert.

Um 1773 ging das Gebäude in den Besitz von Joachim Egon Landgraf von Fürstenberg über. Für kurze Zeit wohnte Ludwig van Beethoven in dem Haus und widmete der Hausherrin mehrere Kompositionen. Um 1825 liess der Landgraf das Innere des Palais dem damaligen Zeitgeschmack anpassen. Die Familie Fürstenberg blieb bis 1987 im Besitz des Gebäudes, ehe es von einer Privatperson erworben wurde.
Während das Portal mit dem darüberliegenden Balkon eine repräsentative Wirkung entfaltet, erinnert die Fassadengestaltung eher an ein barockes Bürgerhaus als an einen Adelspalast. In der Beletage befinden sich die Repräsentationsräume mit bemerkenswertem Stuckdekor.

