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Um das Jahr 1562 entstand auf dem Areal des ehemaligen
jüdischen Fleischhofes ein Gebäude, welches für die Anlegung eines
Waffenlagers zur Verteidigung Wiens dienen sollte. Im Jahre 1676 wurde ein
Weiteres Haus hinzugebaut. Die beiden Gebäude hiessen „Neues Zeughaus“ und
„Harnischkammer“, wurden später jedoch in „Zeughaus“ und „Unterkammeramt“
umgetauft. Schon in frühen Zeiten, wurden hier Wasserwagen und Löschmaterial
für die Feuerwehr untergebracht.
In den Jahren 1731 und 1732 erhielt der Barockarchitekt und kaiserliche
Stückhauptmann Anton Ospel den Auftrag, die Fassade des Zeughauses neu zu
gestalten. Er setzte der Front gegen den Platz
am Hof einen grossen Dreiecksgiebel auf, in welchem ein reich
gestalteter Doppeladler mit dem Wappen der Stadt Wien und der Kaiserkrone
prangt. Die Ornamentik besteht hauptsächlich aus Rüstwerk und Rustizierung.
Über dem Giebel stehen die allegorischen Figuren der Beharrlichkeit und der
Stärke, welche eine goldene Weltkugel tragen. Sie sind das Werk von Lorenzo
Matielli. |
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