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Café Westend
7. Bezirk,
Mariahilfer Str. 128
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Das riesige Kaffeehaus am
Europaplatz gehört noch heute zu den typischsten und traditionsreichsten
Wiens. Eröffnet wurde das Westend um die Jahrhundertwende im Zachariashof,
ein grosses Gebäude an der Ecke
Mariahilferstrasse zum Gürtel, welches vom
Architekten Robert Prihuda geplant und errichtet worden war. Beeindruckend
sind vor allem die Dimensionen des Raumes. Überaus hohe Decken mit schwerem
Stuck und Gebälk, verzierte Wände und Fensternischen und der abgetretene
Fischgrätparkett verleihen dem Raum eine ganz besondere Note. Auch wenn die
Kristallluster aus den 50er-Jahren stammen, so scheint hier dennoch fast
alles unverändert geblieben zu sein. Das war die Absicht der neuen Inhaber,
denn die Erhaltung des Interieurs wurde neben der Modernisierung der
Infrastruktur besonders gross geschrieben. Neben den üblichen Sitzbänken,
bei denen da und dort das Futter raus quillt, und den Tischen mit
Marmorplatte findet man im Westend neben einigen üblichen Holzstühlen die
typischen Thonet-Sessel. |
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Die Atmosphäre im Café
Westend ist geprägt von seiner besonderen Lage am Ende der längsten
Shoppingmeile Wiens und gleich gegenüber von Wiens wichtigstem und grössten
Bahnhof, dem Westbahnhof. Daher sitzen hier oft Grüppchen mit Koffern zu ihrer Seite oder
einzelne Personen, die im Westend die Zeit bis zur Abfahrt verbringen.
Studenten, Künstler, Jugendliche, vom Einkauf ermüdete und auch belesene
ältere Herren zählen zum Publikum, welches von älteren Obern in schwarzen
Anzügen bedient wird. Das Café Westend bietet neben den üblichen
Kaffeesorten und Mehlspeisen auch eine grosse Speisekarte.
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Erfahrungsbericht:
Am besten geht man an einem späten Nachmittag ins Westend, wenn die sinkende
Abendsonne das Café in ein wunderbares Licht hüllt und die gelblichen Wände
angenehm erleuchten. Allein die prachtvollen Räumlichkeiten sind ein Besuch
wert, aber auch das Personal ist – abgesehen von der wienerischen Kühle –
recht freundlich und zuvorkommend. Speis und Trank ist im Westend
grundsätzlich sehr gut, und langweilig wird’s nie.
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