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Im Jahre 1883 wurde im
Weinhaus-Viertel der Bau einer Pfarrkirche nach Plänen des Dombaumeisters
Friedrich von Schmidt begonnen. Die Einsegnung erfolgte am 12. Mai 1889
durch Kardinal Fürst Erzbischof Joseph Gangelbauer, gänzlich vollendet war
die Kirche jedoch erst 10 Jahre nach Baubeginn um 1893. Initiant des Baus
war Pfarrer Dr. Joseph Deckert, dessen Grab sich hinter der Kirche befindet.
Wie bei vielen Kirchen aus dem späten 19. Jrh. in Wien handelt es sich bei
der Pfarrkirche Weinhaus um einen neugotischen Backsteinbau. Der 65m hohe
Turm ist mittig über dem Portal platziert. Rechts vom Portal ist eine grosse
Gedenktafel angebracht, auf welcher die Opfer des Zweiten Weltkrieges aus
dem Weinhausviertel vermerkt sind.
Ursprünglich prangten an den Säulen im Inneren, welche die beiden
Seitenschiffe vom Hauptschiff trennen, sogenannte Säulenheilige, die jedoch
im Laufe der Zeit entfernt und der Dombauhütte übergeben wurden. Der
behagliche Innenraum wird mitunter durch die fünf bemalten Spitzbogenfenster
im Chor und den imposanten Hochaltar bestimmt, welcher kunstvoll geschnitzt
ist und ungewöhnlich reichen Figurenschmuck aufweist. Weiter sehenswert sind
die Kanzel, der Maria-Vermählungs-Altar, der Antonius-Altar, der
Josefs-Tod-Altar und der Altar der Schmerzhaften Muttergottes im hinteren
Teil der Kirche links vom Eingang (s. Bild u. links). |
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