Google
PlanetVienna Web


 
 Hotels in Wien

 
 
   Über Planet-Vienna
   
   Home
   Historia
   Geographie
      Die Bezirke
 
   In Wort und Bild
    Plätze/Strassen
    Kunst/Kultur
    Kirchen
    Prunkbauten
    Wiener Palais
    Kaffeehäuser
    Beisln/Heurige
    Varia
    Wien Umgebung
    Alt-Wien (Photos)
    Alte Ansichten
    Impressionen
    Vogelperspektive
    Bilderverkauf
     
     
   Architekten
   Musik
  Komponisten
  Operette
  Walzer
  Musikfiles
   
   Die Habsburger
   Wien und der Tod
   Wienerisches
   Reiseinformationen
   Blog
 
  Kontakt
  Partnerseiten
  Sitemap
  Disclaimer

English
   
   
   
   

 


 

<< zurück


Café We
ingartner

15. Bezirk, Godschlagstrasse 6




Fern jeglicher Touristenachsen im 15. Bezirk und in der Nähe der "unfeineren" Zeilen wie dem Neubaugürtel oder der Felberstrasse liegt ein Kaffeehaus mit besonderem Hintergrund. Es ist nicht einfach ein Kaffeehaus, es ist Teil eines grossen Familienunternehmens, zu welchem neben dem (Billard-)Café eine Billardschule, ein Billardmuseum mit Billardarchiv, ein Fachzeitschriftverlag und eine Billardtisch-Manufaktur gehören. Herr über dieses Billardimperium ist Heinrich Weingartner (*1939), einstmals Präsident des österreichischen Billard-Verbandes. Weingartner war bereits als Kind mit dem Kaffeehausbetrieb in Berührung gekommen - seine Eltern führten das ehemalige Café Niebauer in der Leopoldstadt, wo er sich als Schuljunge oft aufhielt und seine Hausaufgaben erledigte, vornehmlich unmittelbar bei den Billardtischen. Mit seinem Vater besuchte Heinrich Weingartner regelmässig andere Billard-Kaffeehäuser und kam allmählich so richtig auf den Geschmack, legte ein Talent für diesen Sport zutage und erhielt Unterricht. Als junger Mann war er schliesslich fix in der Wiener Billardszene verankert und räumte im Laufe der Jahre zahlreiche nationale und internationale Preise ab.

 

1964 gründete Weingartner einen Fachhandel für Billardsport, 1966 eröffnete er seinen Verlag für die Fachzeitschrift "Billard", und 1969 schliesslich hob Weingartner seine Manufaktur für Billardtische sowie das Billard-Café aus der Taufe. Wo letzteres liegt, hatte bereits seit dem in der zweiten Hälfte des 19. Jh. erbauten Haus ein Café-Betrieb existiert. Heinrich Weingartner übernahm also das grosse Ecklokal und machte daraus das Kaffeehaus Weingartner. Viele Teile des Interieurs sind aus der Gründerzeit erhalten geblieben und schmeicheln dem Auge. Darunter der traditionelle Fischgrät-Parkett, die hüfthohe Wandvertäfelung oder die Stuckleisten an der Decke. Es wundert nicht, dass der Hausherr dem Billardspiel deutlich mehr Platz einräumt als dem reinen Kaffeehausbetrieb. Der Hauptteil des Lokals wird von drei grossen Tourniertischen eingenommen, die Wände sind gesäumt von Thonet-Stühlen und einigen Marmortischchen für die Anhänger des Sports.

Im wesentlich kleineren Teil auf Seite Löhrgasse finden sich einige lauschige Sitznischen und ein reich bestückter Zeitschriftentisch. Hier in diesem eher bieder, aber klassisch eingerichteten Winkel geht es meist recht ruhig und beschaulich zu und her. Serviert wird alles, was ein typisches Wiener Kaffeehaus auf der Karte so führt - die Speisekarte mag dabei etwas reduzierter sein als in anderen Cafés. Preislich liegt fast alles unter dem Durchschnitt. Naturgemäss ist das Klacken der Queues und Kugeln das Standardgeräusch im Café Weingartner. Wer sich mit den Meistern hier messen will, der kann sich vorher in der Weingartner'schen Bilardschule diagonal gegenüber auf der anderen Seite der Kreuzung die nötigen Fertigkeiten aneignen.

Öffnungszeiten: Täglich 9-24 Uhr  
 


 


 



Die Billard-Schule Weingartner
 

 

 

 

© 2003-2013 Planet-Vienna, Zurich, Switzerland, webmaster (at) planet-vienna.com