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Nussdorfer Wehr
 

Als entlang des Donaukanals die Galeriebahn und Abwasserkanäle gebaut wurden, war eine Wehr- und Schleusenanlage am Anfang des Kanals vonnöten, um den Wasserstand zu regulieren. Otto Wagner wurde 1894 mit der Planung der Anlage beauftragt. Er nahm diese Aufgabe besonders ernst und entwarf eine Unzahl von rund 1500 Plänen. Das gewählte Objekt sollte eines der bedeutendsten Werke des grossen Jugendstilmeisters werden, denn das Resultat verkörperte den Stilwandel auf der Krete zwischen Secessionismus und Historismus. Das auffälligste Element der Wehranlage sind die beiden monumentalen Löwenstandbilder aus Bronze vom Bildhauer Rudolf Weyr, was der Anlage den Charakter eines Stadttors gibt, welches sich in diesem Falle am Wasser befindet.

Tatsächlich fällt die Anlage am Stadteingang gleich hinter dem Austritt des Donaukanals aus dem Donaustrom ins Auge, kam man von Klosterneuburg her. Anfang der 70er Jahre des 20. Jrh. wurde die Anlage technisch auf den neuesten Stand gebracht und dabei jedoch das ursprüngliche Erscheinungsbild beibehalten. Heute registriert man beim Vorbeifahren leider höchstens noch die emporragenden Löwen, denn die moderne Hochstrasse, welche gleich neben der Wehr vorbeiführt, verdeckt die Sicht auf die Wehr fast vollständig.
 

 


 




 

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