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Bei der Station Michelbeuern
steht im Anton-Baumann-Park der Währinger Wasserturm als ein Relikt aus dem
Vormärz. Er wurde um 1836 nach Plänen von Paul Sprenger erbaut, einem der
bedeutendsten Architekten des Österreichischen Klassizismus. Der Turm
gehörte zur Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung. Diese führte gefiltertes
Donauwasser aus der Gegend der Spittelau. Sie versorgte die Reservoirs von
Währing, Neulerchenfled und der Schmelz. Der Wasserturm wurde für das
Währinger Reservoir errichtet. Vier Steigrohre im Inneren des Turms hatten
die Funktion, die hydraulischen Stösse der Pumpen auszugleichen.
Als 1873 die erste Wiener Hochquellwasserleitung in Betrieb genommen wurde,
hatte der Währinger Wasserturm ausgedient. Bloss zweimal wurde er nochmal
für kurze Zeit reaktiviert, als Versorgungsengpässe herrschten. Ab 1878 war
der Turm gänzlich funktionslos und verfiel zusehends. Um 1935 sollte er
abgerissen werden, wurde jedoch aufgrund zahlreicher Einsprachen aus der
Bevölkerung restauriert. Heute ist der klassizistische Wasserturm wieder
marode und müsste renoviert werden. Die Finanzen dazu fehlen jedoch.
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