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Um 1783 wurde Nussdorf
von der Pfarre Heiligenstadt getrennt und zur eigenständigen Pfarre
erhoben. Zuvor stand in Nussdorf lediglich eine kleine gotische Kapelle
aus dem Jahre 1450, welche dem hl. Thomas geweiht war und bald zu klein
wurde. Man plante den Bau einer neuen Pfarrkirche mit Pfarrhof. Dieser
sollte im ehemaligen Mehlmesserwohnhaus untergebracht werden. Mit den
Plänen und dem Bau der Pfarrkirche wurde der k.u.k. Hofbaumeister Josef
Gerl beauftragt. Die Bauarbeiten gingen vorerst zögernd voran, da es an
allerlei Disziplin unter den Bauarbeitern und selbst bei der Gemeinde
Nussdorf mangelte. Dennoch konnte die neue Kirche am 18. November 1787
geweiht werden.
Die Nussdorfer Pfarrkirche ist eine schlichter Bau aus dem Spätbarock
mit zentriertem Turm über der einfachen Portalfassade. Sie fügt sich als
typische Dorfkirche in eine Reihe von schmucken Biedermeierhäusern ein und prägt
so das charakteristische Erscheinungsbild eines typischen
Heurigendorfes. Auch die Architektur des Kircheninneren ist einfach
gestaltet, wobei jedoch mehrere Elemente Beachtung verdienen wie
beispielsweise das grosse Altarbild von Paul Haubenstricker, die
Kommunionbank aus rotem Marmor, der Tabernakel von Josef Kornhäusel, der
Marienaltar, mehrere Holzfiguren, die einstigen Beichtstühle mit
Intarsien oder das Taufbecken.
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