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In der Zeit von 1842 bis
1884 war Erzpriester Michail Rajewskij Vorsteher der Russischen
Botschaftskirche in Wien. Er ergriff die Initiative, für die hier
lebende Russische Gemeinschaft eine orthodoxe Kathedrale aus Stein zu
erbauen, erhielt dafür die Genehmigung und begann, Spenden zu sammeln.
Im Mai 1884 jedoch starb Rajewski, und das von ihm gesammelte Geld
reichte nur für den Bau der Lazaruskirche auf dem
Zentralfriedhof.
Rajewskis Nachfolger, Erzpriester Alexander Nikolajewskij aus
Reval, verwirklichte das Projekt Rajewskijs durch private Spenden
und eine grosszügige Geldgabe aus St. Petersburg. Der Baugrund wurde von
der Russischen Botschaft auf ihrem Gelände zur Verfügung gestellt. Am 3.
Oktober 1893 fand die Grundsteinlegung zum Bau der Kathedrale statt. Die
Entwürfe zum Bau lieferte Grigorij Kotov, und die Leitung der
Bauarbeiten hatte der Italiener Cavaliere Luigi Giacomelli. 1899 war die
Kathedrale vollendet und wurde vom Erzbischof von Chelm und Warschau
eingesegnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale stark beschädigt,
wurde aber dennoch nach Kriegsende wiedereröffnet und in den Jahren bis
1949 renoviert. |
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