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Kirche St. Martin zu Aspern
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Bereits um 1334 wird in
Aspern eine Pfarre urkundlich erwähnt. Es existierten im östlichen
Ortsteil in der Gegend der heutigen Lobaugasse eine kleine gotische
Kirche und ein Pfarrhof, welche während der ersten Türkenbelagerung im
Jahre 1529 stark beschädigt wurden. Dabei gingen sämtliche
Gründungsurkunden und die Pfarrchronik in Flammen auf, was den
Nachvollzug der Geschichte Asperns sehr schwierig macht. In den
folgenden Jahrzehnten wurde die wieder aufgebaute Kirche durch Feuer und
Umwelteinflüsse immer erneut beschädigt. Hinzu kam ein protestantisches
Interregnum in Aspern, wodurch das katholische Gotteshaus zusätzlich
noch vernachlässigt und dem Zerfall überlassen wurde. Nach der
Rekatholisierung wurde die Kirche behelfsmässig instand gestellt, im
Jahre 1670 jedoch von einem verheerenden Donauhochwasser zerstört. Dabei
wurde der Glockenturm von den Fluten davongetragen. Eine neue Kirche
wurde an einem geschützteren Ort erbaut und wie die alte dem hl. Martin
geweiht. |
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Über ein Jahrhundert lang
herrschte Ruhe in Aspern, welches sich zu einer wohlhabenden Gemeinde
entwickelte. Damit war es am 21. Mai 1809 jedoch zu Ende, als Napoleon mit
seinen Truppen in Aspern auf das gegnerische Heer Erzherzog Karls traf. Die
legendäre Schlacht von Aspern legte das ganze Dorf in Schutt und Asche, und
auch die Kirche wurde fast gänzlich zerstört. Mit dem Wiederaufbau wurde im
Februar 1810 begonnen. Grosszügige Spenden aus privaten Kreisen ermöglichten
die Anschaffung eines reichen Kircheninventars. Als die Kirche für die
zunehmende Bevölkerung allmählich zu klein wurde, plante man einen modernen
Zubau zur Vergösserung der Kirche. Im Juni 1998 begann man mit den
Bauarbeiten, wobei die Westwand des Kirchenschiffes entfernt wurde. Es wurde
ein abgerundeter Betontrakt zur Erweiterung des Kirchenraumes angebaut. Es
ist ein nüchterner, optisch unscheinbarer Raum, welcher jedoch Ruhe
ausstrahlt und dem Kirchenschiff ein angenehmes Licht verleiht. |

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Das Kircheninnere des alten
Teils erscheint im schlichten, aber überaus schmucken Spätbarock. Das
Ölgemälde des Hochaltares stammt vom Maler Ludwig Mayer und zeigt den hl.
Martin beim Teilen seines Mantels. Die beiden auf den Voluten sitzenden
Figuren zeigen die Heiligen Florian und Leopold. Das Marienbildnis über dem
Tabernakel ist die Kopie eines Gemäldes von Lukas Cranach aus dem 15. Jrh.
Das Gemälde des linken Seitenaltares zeigt Christi Geburt und dasjenige des
rechten Christi Auferstehung. Beides sind Werke von Anton Schilcher. Die
Annakapelle, welche rechts vor dem Presbyterium anschliesst, ist nach dem
dort angebrachten Gemälde der Heiligen benannt. Auf dem Asperner Heldenplatz
vor der Kirche befindet sich der so genannte „Asperner Löwe“, ein grosses
Steindenkmal vom Bildhauer Anton Fernkorn aus dem Jahre 1858. Es erinnert an
die legendäre Schlacht von Aspern, welche die erste Niederlage des bislang
als unbesiegbarer Feldherr geltenden Napoleon besiegelte.
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Illustration aus der Biedermeierzeit
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