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Gemäss einer Urkunde bestand im Kahlenbergerdorf bereits um 1168 eine
romanische Kirche, welche dem hl. Johannes dem Täufer geweiht war. Ab 1250
ging das Kirchenpatronat an das
Stift Klosterneuburg über, und sechs Jahre
später erhält die Kirche ihren ersten beglaubigten Pfarrer. Während der
Ersten Türkenbelagerung um 1529 brannte die Kirche zum ersten Mal nieder,
wurde jedoch wieder aufgebaut. Um 1633 wurde die Kirche mit einem barocken
Kleid versehen, fiel bei der Zweiten Türkenbelagerung um 1683 jedoch erneut
einem Brand zum Opfer. In den folgenden 80 Jahren entstand die barocke
Ausstattung (Altäre, Kreuz), welche heute noch besteht. Ein dritter Brand im
Jahre 1771 richtet abermals grossen Schaden an, welcher jedoch behoben
wurde. Die Franzosenkriege bescherten der Kirche um 1809 weitere Schäden.
Umfassende Renovierungen, Erweiterungen und Veränderungen wurden in den
Jahren 1896, 1962 und 1993 vorgenommen. 1992 wurde ein Raum unter dem
Kirchturm entdeckt, welcher offensichtlich als Karner genutzt wurde. Gefüllt
mit menschlichen Knochen dürfte er nach der Auflassung des umliegenden
Friedhofes als Sammelraum für die hier Bestatteten genutzt worden sein. |
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