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Im Jahre 1529 wurde in Pötzleinsdorf zum ersten Mal eine Marien-, respektive Wilhelmskapelle erwähnt, welche bis 1683 bestanden hatte und dann von den
Türken zerstört wurde. Anschliessend wurde sie erneut errichtet und ein
halbes Jahrhundert später vergrössert. Als um 1750 der grosse Brand von
Pötzleinsdorf die Ortschaft verwüstete, wurde auch die Kirche Opfer der
Flammen. Die Ruine konnte nicht mehr instand gesetzt werden, weshalb man
einen Neubau plante, welcher jedoch nicht am selben Ort zu stehen kommen
sollte, sondern auf einem Grundstück, welches von der Gräfin Negrelli zur
Verfügung gestellt wurde. Um 1784 wurde St. Aegidius zur Pfarrkirche erhoben
und blieb es bis 1964, als Pötzleinsdorf eine neue grössere Pfarrkirche
erhielt. Heute ist St. Aegidius eine Filialkirche der Pfarre Pötzleinsdorf
und erstrahlt seit der Renovierung im Jahre 2002 in neuem Glanz.
Der Innenraum der kleinen spätbarocken Kirche ist hell und freundlich.
Ausser Pilastern mit Volutenkapitellen und Gesimse hat der Raum wenig
Ornamente, wodurch der Hochaltar aus rotem Marmor und Gold besonders zum
Ausdruck kommt. Das Gemälde in seinem Zentrum zeigt die Kreuzigung Christi
und ist das Werk von Johann Nepomuk Steiner. Das Bild Maria mit dem Kinde im
Strahlenkranz über dem Tabernakel stammt aus dem 17. Jrh. Die hölzerne
Kanzel ist farblich dem Hochaltar angepasst und wurde erst später, um 1835,
angefertigt. |
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