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Die reizvolle spätgotische
Kirche wurde in der Zeit von 1443 bis 1453 erbaut und ist dem Heiligen
Aegidius geweiht (ursprünglich der hl. Katharina). Die Bezeichnung
„Spitalkirche“ rührt von dem Spital, welches früher an die Kirche angebaut
war. Darunter war zu der Zeit nicht etwa ein Krankenhaus gemeint, wie man es
heute verstehen würde, sondern ein Altenheim. Die Spitalkirche diente
mehrmals als Ersatzpfarrkirche, mitunter während der Türkenkriege, wenn die
anderen Gotteshäuser zerstört waren. Der steile Dachstuhl der einschiffigen
Saalkirche wurde um 1685 konstruiert und wird von einem kleinen schlanken
Spitzturm überragt. Etwa zu der Zeit erhielt die Kirche eine barocke
Innenausstattung, welche jedoch in der Zeit um 1880 wieder entfernt wurde.
Die regotisierte Kirche erhielt einen neugotischen Hochaltar und Tabernakel.
Im Hochaltar stehen die Figuren der Maria in der Mitte, zu ihrer Rechten der
hl. Martin und zu ihrer Linken der Kirchenpatron Aegidius. Darüber prangt
Christus, Herrscher über die Welt. Die reiche Bemalung der Gewölbe stammt
von den Gebrüdern Franz und Karl Jobst. Auf dem Schlussstein im Gewölbe über
dem Altar prangt der Heilige Geist als Taube in einem Strahlenkranz. Eine
Besonderheit ist der Teufelskopf, welcher unter der Dachrinne an der Südwand
angebracht ist. Er ist weit herum bekannt und wird oft auch von Touristen
bestaunt.
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