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Heilig-Geist-Kirche
Pfarrkirche auf der Schmelz
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Das letzte Werk des
Slowenischen Architekten Josef Plecnik in Wien, Baubeginn 1910, war eine Besonderheit
bezüglich der Umstände: Es sollte eine so genannte „Missionsstätte
christlich-sozialer Bestrebungen“ mit Versammlungssaal, Pfarrhof und
Zinshaus werden und das Ganze mitten in einem Arbeiterbezirk. das war
neuartig und ungewohnt. Bauherr war ein eigens dazu gegründeter Verein,
mit welchem der Architekt jedoch öfters im Zwist lag während der
Planung, was zur Folge hatte, dass diese immer wieder modifiziert werden
musste. Als dann auch noch das Geld ausging, blieb das ganze Bauprojekt
weit von dem geplanten Zustand nach der Vollendung entfernt. Plecnik
verwendete hauptsächlich Eisenbeton und orientierte sich dabei an der
alten basilikalen Bauform fest, wobei die beiden Seitenschiffe der
Kirche nicht durch Arkaden gestützt und vom Hauptschiff abgetrennt
werden, sondern durch frei schwebende Eisenträger ohne Stütze auskommen
und so den Innenraum bedeutend grösser erscheinen lassen. |
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Wie
zu erwarten war, wurde die neuartige Bauweise nicht überall mit
Begeisterung aufgenommen, und so übte der Thronfolger Franz Ferdinand
Kritik an Plecniks Kirche, indem er sie als Mischung eines Russischen
Bades, eines Pferdestalls und eines Venustempels bezeichnete. 1911
verliess Plecnik Wien und ging nach Prag. Das hatte zur folge, das die
Heilig-Geist-Kirche nie so vollendet wurde, wie der Architekt sie
ursprünglich geplant hatte. Viele kleine Details wurden daher
weggelassen.
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