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Von weitem sichtbar und auffällig ist das
hohe Haus an der rechten Wienzeile. Es wurde 1902 von Oskar Marmorek,
ein Schüler Otto Wagners,
erbaut und ist einer der besonders prächtigen
und bedeutenden Jugendstilbauten Wiens. Im April 1903 wurde im
Hochparterre das Café Rüdigerhof eröffnet. Im Erdgeschoss unter dem Café
befand sich anfänglich eine Kutscherstube, die zum Rüdigerhof gehörte.
In den 50er Jahren führte ein jüdisches Ehepaar das Kaffeehaus. Die
beiden liessen es im Stil der Zeit umgestalten und wanderten wenig
später aus nach Amerika. Um 1958 übernahm die Famile Halper den
Rüdigerhof. Das Café wurde zum Treffpunkt vieler Kabarettisten und
Künstler aus diversen Etablissements. Auch heute noch verkehren hier
Künstler und zudem viele Studenten, pensionierte Herrschaften und
allerlei kreatives Volk, das gerne bei Bridge oder anderen Spielen
verweilt.
Die Einrichtung hat sich in den vergangenen 50 Jahren nur geringfügig
verändert. Eine letzte Renovation fand in den 70er Jahren statt.
Folglich hat das Lokal eine ordentliche Portion an Patina aufzuweisen.
Alles macht einen reichlich abgewetzten und verstaubten Eindruck. Doch
genau das macht den Rüdigerhof aus. |
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