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Rochuskapelle

 

Die den beiden Pestheiligen Rochus und Sebastian geweihte Kapelle in Penzing wurde um 1660 erbaut. Wer der Architekt war, weiss man heute nicht mit Sicherheit, jedoch dürfte es sich wahrscheinlich im Georg Gerstenbrandt gehandelt haben. Wie die meisten Kirchen ausserhalb des Wiener Stadtzentrums wurde auch die Rochuskapelle während der Türkenbelagerung von 1683 zerstört, danach aber wieder errichtet. Sowohl im 18. als auch im 19. Jrh. nahm man an der Kapelle mehrere Veränderungen, Erweiterungen und Umbauten vor, was ihr das heutige Erscheinungsbild gegeben hat.
Die Rochuskapelle ist ein barockes Kleinod, welches sich (bis auf das Nachbargebäude Penzinger Str. 70) in eine Reihe von vorstädtischen Biedermeierhäusern aus dem frühen 19. Jrh. einfügt. Die klassizistische Fassade und somit auch der Innenraum sind im Vergleich zur Gesamtlänge der Kapelle sehr hoch. Unter dem Giebel ist eine Uhr angebracht, zu deren Seiten etwas tiefer liegend der über dem Gesimse liegende Teil der Fassade in grossen Voluten ausläuft. Mittig ist der kleine Turm aus Holz mit Blechhaube angebracht, und über dem Eingang befindet sich ein Wandgemälde von Johann Höfel aus dem Jahre 1844, welches den hl. Rochus zeigt. Sehr beeindruckend im Inneren der Kapelle ist der Hochaltar aus dem Jahre 1739, welcher bis auf den Tabernakel und die Christusfigur am Kreuz gänzlich gemalt ist. Über der Kreuzigungsgruppe prangt das Auge Gottes im goldenen Strahlenkranz. Ein weiterer Blickfang ist die klassizistische Kanzel mit massivem Kanzeldeckel.
 


 


 

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