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Café Ritter

6. Bezirk, Mariahilfer Str. 73
 

Im Jahre 1867 wurde das Café Ritter im ehemaligen Sommerpalais des Fürsten Esterhazy eröffnet. Die Umsiedlung ins heutige Eckhaus Schadeckgasse/Amerlingstrasse erfolgte um die Jahrhundertwende. Das Lokal im 6. Bezirk ist zweifelsohne einer der wichtigsten und traditionsreichsten Bestandteile der Wiener Kaffeehausszene. Die vorzügliche Lage an der Mariahilferstrasse ist ein grosser Pluspunkt für das Kaffeehaus und lädt zum Verweilen oder zu einer Shoppingpause ein. Das grosse und hohe Lokal mit den schönen Stuckdecken, der kostbaren Holzvertäfelung und der Einrichtung aus den 50er Jahren hat alles, was ein richtiges Wiener Kaffeehaus braucht. Die Speisekarte ist vielfältig und bietet eine breite Auswahl, sei es zum Frühstück oder zum Mittagessen. Allerdings ist das Lokal dafür bekannt, dass der Kaffee hier nicht der beste ist und dass es hier die grantigsten Kellner Wiens gibt.
 

 

Erfahrungsbericht: Auf den ersten Blick ein gemütliches und schönes Café. Bei genauerem Hinsehen macht es jedoch einen leicht heruntergekommenen und schmuddeligen Eindruck (Menages, Fenster...). Das Brot zum Frühstück scheint dasjenige vom Vortag zu sein. Die Bedienung ist weit mehr als unfreundlich: Man wird nicht begrüsst geschweige denn gefragt, was es sein darf. Wortlos wird die Bestellung aufgenommen, und man erhält es darauf buchstäblich vor die Nase geschmissen. Der Gast scheint hier Last, nicht König. Das hat bei weitem nichts mehr mit Wiener Schmäh oder der Erhaltung einer Tradition zu tun, sondern grenzt schlichtweg an Frechheit ! Fazit: Ein Ort der Nicht-Wiederkehr.
 

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