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Im Jahre 1893 gründete ein Verein von Wiener
Bürgern das Raimundtheater im Mariahilfer Bezirksteil Gumpendorf an der
Wallgasse nahe beim Gürtel. Das spät-historistische Gebäude wurde im gleichen
Jahr nach Plänen des Architekten Franz Roth erbaut und war nach dem
verheerenden Ringtheaterbrand das erste Wiener Theatergebäude, für dessen
Bühne nicht das bislang übliche Holz, sondern Eisen als Bausubstanz
verwendet wurde.
Benannt ist das Theater nach dem berühmten Dramatiker Ferdinand Raimund und
eröffnet wurde es mit dessen Zauberspiel „Die gefesselte Phantasie“. Das
Raimundtheater war bis 1908 eine reine Sprechbühne, wurde dann jedoch auch
für Operetten benutzt. Seit 1987 gehört das Raimundtheater zusammen mit dem
Etablissement Ronacher und dem
Theater an der Wien zu den Vereinigten Bühnen
Wien und dient in erster Linie als Spielstätte für Operetten und Musicals.
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