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Wo die heutige Rahlgasse verläuft, grenzte vor
der Schleifung der Basteien die ehemalige Vorstadt Laimgrube an das Glacis.
An dieser Stelle hat bereits im 18. Jh. eine Treppe existiert. Nach der
Demolierung der Stadtbefestigungen im Jahre 1857 wurde neben der
Ringstrasse die so genannte
Zweierlinie gebaut, zu welcher auch der Getreidemarkt gehört. Durch die
Errichtung der Gebäude östlich des Getreidemarktes entstand die Rahlgasse,
welche um 1866 nach dem Maler Carl Rahl (1812-1865) benannt worden war. Die
alte Stiege war bereits 1857 entfernt worden. An ihrer Stelle wurde später eine neue, prächtige
Freitreppenanlage angelegt. 1870 war sie fertig. Entsprechend der
Gassenbezeichnung wurde sie Rahlstiege genannt.
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Die Treppe weist an den Seiten
Balustradengeländer auf und wird in der Mitte - unterhalb des Podests -
durch ein Eisengeländer geteilt. Sie überwindet die rund sechseinhalb
Meter Höhenunterschied zwischen der
Mariahilferstrasse
und der Gumpendorferstrasse. Im Jahre 1886 wurde auf der Plattform am oberen
Ende der Treppenanlage der so genannte Gänsemädchenbrunnen von Anton Paul
Wagner aufgestellt. Er befand sich ab 1866 auf der Brandstätte, dann vor der
Mariahilfer Kirche. Dort musste er
1877 dem Haydn-Denkmal weichen und gelangte schliesslich zur die Rahlstiege.
1933 erfolgten Umbauten der Treppenunterkonstruktion zu einem Lagerraum. Eine Runumrenovation der prächtigen Treppenanlage wurde in den Jahren 1985/86
vorgenommen. Der Brunnen und die Treppenanlage stehen unter Denkmalschutz. |
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