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Café Prückel

1. Bezirk, Stubenring 24
 

Der Ursprung des Café Prückel liegt in der Zeit, als die Ringstrasse angelegt wurde. Beim ehemaligen Stubentor entstand ein besonders prachtvoller Gründerzeitbau, in dessen Parterre der damalige Radrenneuropameister Lurion ein gleichnamiges Kaffeehaus gründete, das Café Lurion. Das riesige Lokal war im Makart-Stil ausgestattet mit wertvollen Materialien, reicher Stuckdekoration und anderen Zierelementen. Das Café wartete mit Besonderheiten wie technischen Neuheiten auf und lockte daher ein breites Publikum an.


Ab 1905 hiess das Kaffeehaus bereits Prückel, vermutlich war es vom Cafétier Wenzel Prückel (1838-1917), dem ersten Betreiber des Café Central, übernommen worden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die prachtvolle Ausstattung im vorderen Teil leider entfernt und im Stil der 50er Jahre neu eingerichtet. Ein Verlust einerseits, eine attraktive Besonderheit andererseits, denn bis zum heutigen Tag sind alle Tische, Stühle, Lampen und Bänke original und unverändert. Bei schönem Wetter wartet das Café Prückel mit einem grossen Schanigarten auf mit wohl einer der ältesten Sonnenstoren Wiens. Das sehr beliebte und stets überaus gut besuchte Lokal bietet eine hervorragende Speisekarte und ist bekannt für seine ausgezeichneten Mehlspeisen.

 

Das Prückel ist ein Ort, an dem man gerne verweilt und Menschen beobachten kann. Das Publikum reicht von älteren Leuten über junge und jung gebliebene, Studenten, Alternative, Literaten, Intellektuelle bis hin zum "Sonderling". Der Service ist flott und freundlich. Unbedingt kosten: Mohnkuchen.


Kritik am Prückel: Negative Schlagzeilen hat das Prückel gemacht, als im Frühjahr 2005 zwei lesbische Frauen des Lokales verwiesen wurden, weil sie sich geküsst haben. Das sorgte zurecht für mediale Empörung und Protesten. Im Jänner 2015 kam es zu einem neuerlichen Vorfall dieser Art, nachzulesen hier. Die Meinung von Planet-Vienna ist, dass man sich schon etwas wundern muss, wie sowas im 21. Jahrhundert in der aufgeklärten westlichen Welt noch vorkommen kann. Von der bisherigen Empfehlung fürs Café Prückel sieht Planet-Vienna mittlerweile ab. Althergebrachte Kaffeehaus-Tradition in Ehren - aber wo es nach Homofeindlichkeit und Unterdrückung riecht, sollte man nicht hingehen.


 

wenzel_prueckel1.jpg
Wenzel Prückel (1834-1917)


 

 

 

Anfang 20. Jh.

Das Prückel um 1910

 



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