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Café Prückel

1. Bezirk, Stubenring 24
 

Der Ursprung des Café Prückel liegt in der Zeit, als die Ringstrasse angelegt wurde. Beim ehemaligen Stubentor entstand ein besonders prachtvoller Gründerzeitbau, in dessen Parterre der damalige Radrenneuropameister Lurion ein gleichnamiges Kaffeehaus gründete, das Café Lurion. Das riesige Lokal war im Makart-Stil ausgestattet mit wertvollen Materialien, reicher Stuckdekoration und anderen Zierelementen. Das Café wartete mit Besonderheiten wie technischen Neuheiten auf und lockte daher ein breites Publikum an. Nach dem Untergang der Donaumonarchie kam die Familie Prückel in den Besitz des Kaffeehauses und gab ihm den Namen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die prachtvolle Ausstattung im vorderen Teil leider entfernt und im Stil der 50er Jahre neu eingerichtet. Ein Verlust einerseits, eine attraktive Besonderheit andererseits, denn bis zum heutigen Tag sind alle Tische, Stühle, Lampen und Bänke original und unverändert. Bei schönem Wetter wartet das Café Prückel mit einem grossen Schanigarten auf mit wohl einer der ältesten Sonnenstoren Wiens. Das sehr beliebte und stets überaus gut besuchte Lokal bietet eine hervorragende Speisekarte und ist bekannt für seine ausgezeichneten Mehlspeisen.

 

Das Prückel ist ein Ort, an dem man gerne verweilt und Menschen beobachten kann. Das Publikum reicht von älteren Leuten über junge und jung gebliebene, Studenten, Alternative, Literaten, Intellektuelle bis hin zum "Sonderling". Der Service ist flott und freundlich. Unbedingt kosten: Mohnkuchen. Negative Schlagzeilen hat das Prückel gemacht, als zwei lesbische Frauen des Lokales verwiesen wurden, weil sie sich geküsst haben. Sowas darf sich ein Gastrobetrieb natürlich unter keinen Umständen erlauben. Abgesehen davon ist das Café Prückel ein durchaus empfehlenswertes Lokal.
 


 

 

 

Anfang 20. Jh.

Das Prückel um 1910


 

 

 

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