|
<<
zurück
Marienkirche
17. Bezirk, Clemens
Hofbauer-Platz
|
Die Gegend um die heutige Marienkirche im
Bezirk Hernals war im 19. Jrh. eine sog. „Bannmeile“, was eine Gegend
bezeichnete, in der Armut, Elend und Not herrschten. So entschied sich
der Provinzial der Redemptoristen, Pater Andreas Hamerle, in dieser
Bannmeile ein Kloster mit Kirche zu erbauen. Mit wenig Geld wagte er
sich an das Projekt heran und beauftragte Richard Jordan mit der
Konzeption der Pläne und Josef Schmalzhofer mit der Ausführung der
Bauarbeiten, welche am 27. September 1886 begannen. Im April 1889 waren
das Kloster und die Kirche vollendet und bezugsbereit. Im zweiten
Weltkrieg wurde die Marienkirche von Bomben getroffen, wobei das Dach,
die Fenster und Teile des Kircheninneren zerstört wurden. Die Schäden
wurden in der Nachkriegszeit behoben, aber die Ornamentausstattung der
Seitenschiffe konnte nicht in der ursprünglichen Form wiederhergestellt
werden. |
 |
|
 |
Der Turm
der neugotischen Backsteinkirche ist stattliche 61.05 Meter hoch. Der
dreischiffige Innenraum ist überaus reich ausgestattet mit Malerei und
Ornamentik, wobei die Farbtöne Gold (alles echtes Blattgold!) und Grün
dominieren. Der Korb der Kanzel umfasst die vier grossen heiligen
Kirchenlehrer Gregor der Grosse, Ambrosius, Augustinus und Hieronymus. Der
prachtvolle Hochaltar aus massiver Eiche hat in seinem Zentrum den
vergoldeten Tabernakel, welcher von den zwölf Aposteln und den Statuen von
Joachim und Anna, Marias Eltern, umgeben ist. Über dem Tabernakel befindet
sich das Gnadenbild „Mutter der immerwährenden Hilfe“, welches im 14. Jrh.
in Kreta entstanden ist. Weitere nennenswerte Bestandteile der
Kirchenausstattung sind die Seitenaltäre (Herz-Jesu-Altar, Josefs-Altar,
Alphonsus-Altar und Clemens-Altar) und die Orgel aus der Werkstätte Rieger
in Schwarzach / Vorarlberg.
|

|