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Unmittelbar etwas versetzt gegenüber der
Volksoper zwischen Strasse und
Trassee der U6 steht fast schon unscheinbar die St. Johann Nepomuk
Kapelle. Der Ursprung dieser ehemaligen „Linienkapelle“ geht ins Jahr
1740 zurück. Zur damaligen Zeit existierten entlang des heutigen Gürtels
mehrere solche Kapellen, welche bis auf eine Ausnahme alle dem
Brückenpatron St. Johann Nepomuk geweiht waren. Hier befand sich nämlich
ein Liniengraben, über den an mehreren Stellen eine Zugbrücke führte,
und bei jeder dieser Brücken stand eine Linienkapelle. Diese
Wegkapellen, welche von den Einheimischen auch „Hansl am Weg“ genannt
wurden, sollten den Reisenden, welche die jeweilige Brücke passierten,
die Möglichkeit zur Andacht bieten. Als der Linienwall abgebrochen und
der Gürtel angelegt wurde, demolierte man fast alle Linienkapellen.
Die St. Johann Nepomuk Kapelle am Währinger Gürtel wurde von
Otto Wagner
in den Jahren 1895-1898 neu errichtet. Es war das erste sakrale Bauwerk
von Wagner in Wien und sollte an die Vollendung der Stadtbahn erinnern.
Die einzige Linienkapelle, welche aus der Barockzeit erhalten geblieben
ist, steht in Hundsturm
in Margareten.
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