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Im Jahre 1744 wurde das Schloss durch Franz
Wilhelm Schellerer ausgebaut und erhielt seine heutige Gestalt. Seinen heute
geläufigen Namen erhielt das Wasserschloss durch seinen späteren Besitzer,
den Feldherr Ernst Gideon von Laudon, der es um 1776 erwarb und bis zu
seinem Tod 1790 darin wohnte. Seine Nachfahren blieben bis 1925 Besitzer des
Schlosses. Danach wechselten die Eigentümer wiederum mehrmals. Von 1962 bis
1973 wurde das Schloss als Luxushotel betrieben. Seit 1976 ist der
Österreichische Staat die Eigentümer des Schlosses Laudon und führt hier die
Verwaltungsakademie des Bundes. Die Repräsentationsräume können gemietet
werden, wovon insbesondere Hochzeitspaare rege Gebrauch machen.
In den 80er Jahren des 17. Jh. liess Feldherr
Laudon beim einen weitläufigen Landschaftsgarten anlegen, von dem heute nur
noch ein Bruchteil vorhanden ist. Der Grundriss des Schlossgebäudes ist
rechteckig. Das Hauptgebäude umgibt einen rechteckigen Innenhof auf drei
Seiten. Gegenüber dem Haupteingang steht der Ökonomietrakt, der den Hof
südöstlich begrenzt. Das Schloss ist zur Gänze mit Wasser umgeben.
Südwestlich befindet sich eine kleine Insel. Das Gewässer wird vom Mauerbach
gespiesen.
Die Innenausstattung des barocken
Wasserschlosses stammt hauptsächlich aus der Zeit, als Feldherr Laudon der
Besitzer war. Ein besonderes Juwel ist seine Bibliothek im klassizistischen
Stil, die vollständig erhalten ist. Wertvolle Malereien und
Leinenbespannungen zieren die Wände und Schränke. Der eindrucksvolle
Freskensaal wurde um 1770 von Johann Baptist Wenzel Bergl gestaltet, der
auch die berühmten Bergl-Zimmer im Parterre von
Schloss Schönbrunn geschaffen
hat. Bergl war ein Schüler des bedeutenden Barockmalers Paul Troger.
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