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Koptenkirche St. Markus

22. Bezirk, Wagramerstr. 17a
 

Die Markuskirche wurde um 1917 nach Plänen von Otto Prutscher als Not-Gotteshaus mit Hilfe russischer Kriegsgefangener erbaut. 1922 wurde sie als Christkönigskirche geweiht. Ab den 70er Jahren wurde die Kirche sowohl für evangelische und auch koptische Gottesdienste verwendet. Die Kirchenausstattung wurde entsprechend adaptiert, so dass beide Glaubensgemeinschaften ihre traditionellen Zeremonien abhalten konnten. Nachdem die koptische Gemeinde stark angewachsen war, übernahm sie im Jahre 2004 die Kirche und weihte sie dem Evangelisten Markus. Im Jahre darauf wurde das Gotteshaus rundum renoviert.

Die vergleichsweise kleine Kirche steht zwischen der stark befahrenen Wagramerstrasse und dem Hochtrassee der U1. Mit den mächtigen Hochhäusern des UNO-City-Komplexes in Hintergrund wirkt sie fast etwas verloren. Ihre Bauweise ist ungewöhnlich. Es handelt sich um eine Saalkirche in Sichtziegelbauweise. Nur die Frontfassade ist verputzt und geschmückt mit Reliefmedaillons und kleinen Ziegelpilastern. Darüber erhebt sich ein Giebelreiter mit grossem Kruzifix. Der so genannte Heimatstil kommt der eigenwilligen Bauweise am nächsten. Es sind Einflüsse baltischer Bauweise erkennbar.
An der Frontfassade sind zwei Eingänge angebracht. Dazwischen prangt ein grosses Majolikarelief. Es zeigt den gekreuzigten Jesus mit Soldaten. Entworfen wurde das Relief von Otto Prutscher und 1933 vom Bildhauer Arthur Fleischmann angefertigt. Interessant sind auch die beiden Wasserspeier am Vordach aus glasiertem Ton.


 



 


 


 

 

 

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