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Pfarrkirche
Schwechat
Schwechat, Hauptplatz
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Wo die heutige Schwechater Pfarrkirche steht,
hat bereits zuvor eine romanische Kapelle existiert, deren Ursprünge
vermutlich im 8. oder 9. Jh. lagen. Im 15. Jh. wurde die Kapelle um ein
Presbyterium und eine gotische Apsis erweitert. Im Jahre 1756 wurde der
barocke Glockenturm erbaut wie er sich heute noch präsentiert. Erst neun
Jahre später, 1765, liess man die Bauteile der Vorgängerkirche schleifen und
das jetzige Kirchenschiff erbauen. Architekt und Baumeister war Johann
Nikolaus Ehbuster, Sohn des Turmerbauers. Im zweiten Weltkrieg fielen Bomben
durch das Dach der Kirche und zerstörten die prachtvollen Deckenfresken von
Franz Anton Maulbertsch. Die Trümmer des Dachstuhls füllten das
Kirchenschiff meterhoch. Von den kostbaren Deckenfresken ist heute bloss
noch ein kleines Fragment neben dem Presbyterium sichtbar.
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Die Kirche steht vom Schwechater Hauptplatz
leicht zurückversetzt. Vor dem Hauptportal liegt ein Hof, an dessen Seiten
der ehemalige Pfarrhof und eine Schule stehen. Letztere hat heute die
Funktion des Pfarrhofes. Die Kirche bildet mit diesen zwei Gebäuden ein
prächtiges und intaktes Barockensemble. Das "Auge Gottes" über dem Portal
wacht über die Eintretenden. Die beiden Steinfiguren auf den Voluten stellen
König David und Moses dar. Darunter in zwei Nischen stehen der hl. Florian
und ein Patron der Soldaten.
Das Kirchenschiff ist im relativ schlichten josephinischen Stil konzipiert.
Seit den Kriegsschäden sind die Deckengewölbe schmucklos. Das grosse Gemälde
im Hochaltar zeigt den Apostel Jakobus, dem die Kirche geweiht ist, beim
Predigen vor dem Volk in Jerusalem. Es ist das Werk des Kremser Martin
Johann Schmidt. Gekrönt wird der Hochaltar von einem Auge Gottes im
Strahlenkranz. Der Korpus des Hochaltars selbst ist bereits im klassizistischen Stil
gefertigt. Er besteht aus dunklem Lilienfelder Marmor und ist das Werk des
Wieners Josef Titz. Die grossen Statuen, welche den Tabernakel flankieren,
zeigen die hl. Theresa von Avila, den hl. Franz von Assisi, den hl. Karl
Borromäus und die hl. Elisabeth von Thüringen. Die Gemälde der Seitenaltäre stammen ebenfalls vom
Kremser Schmidt.
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Alte Aufnahme der Maulpertsch-Fresken |

Aufnahme der schweren Bombenschäden |

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